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"Hinschauen, wo andere bisher weggeguckt haben", möchte die Neugewählte. Die DPSG zieht erste Konsequenzen.
Ab Oktober wird Luise Klingler (21) Bundesvorsitzende der Deutschen Pfadfinder*innenschaft St. Georg (DPSG). Sie löst Annkathrin Meyer ab, die das Amt nach sechs Jahren niederlegt, teilt die DPSG mit.
Klingler sieht ihr junges Alter nach eigenen Worten als Chance, um Brücken zwischen verschiedenen Sichtweisen zu schlagen, besonders mit Blick auf die Aufarbeitung und Prävention von Fällen sexualisierter Gewalt. "Hinschauen, wo andere bisher weggeguckt haben", formulierte sie auf der DPSG-Bundesversammlung in Essen-Werden am Wochenende als Motto. Ebenso sei ihr die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen ein Anliegen.
Ein neuer Beirat aus Externen und ein Aufarbeitungsteam sollen künftig Verantwortung dafür übernehmen, dass die Pfadfinder ein "sicherer Ort" seien, so die Mitteilung. Grundlage für das zukünftige Handeln des Verbands sind die Ergebnisse der im Februar 2026 veröffentlichten Studie zur Aufarbeitung von sexualisierter und spiritueller Gewalt in der DPSG.