Vor allem für Liesborner Evangeliar

LWL gibt eine Million Euro für Museum Abtei Liesborn

Mit knapp einer Million Euro will der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den Kreis Warendorf bei der Umgestaltung des Museums Abtei Liesborn unterstützen. 100.000 Euro sollen noch in diesem Jahr fließen, wie der LWL mitteilte. Das restliche Geld folgt in den kommenden Jahren.

Besonders im Mittelpunkt steht dabei das Liesborner Evangeliar: Die mehr als 1.000 Jahre alte Handschrift kehrte 2017 nach Liesborn zurück. Sie ist eine der ältesten Handschriften Westfalens. In Zukunft möchte das Museum das Evangeliar in einem besonderen und zweigeschossigen Raum als wichtiges zeremonielles Objekt und Zeitzeuge der Abteigeschichte würdigen. Aufgeschlagen soll es vor einem goldenen Hintergrund in einer Klima-Vitrine liegen.

Nicht nur Evangeliar, auch barrierefreie Zugänge

LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Parzinger sagte dazu: „Es ist nicht nur für den regionalen Kulturraum mit seiner reichen Klosterlandschaft wichtig, sondern auch für die deutsche Kunst- und Kulturgeschichte. Deshalb muss das Evangeliar entsprechend präsentiert werden.“

Zwei weitere Ausstellungsräume sollen die Bedeutung der Abtei und des Evangeliars zum Ausdruck bringen. Daneben will der Kreis Warendorf das Museum barrierefrei zugänglich machen: Es soll nur noch einem Weg und Eingang geben, den Menschen mit und ohne körperliche Einschränkungen nutzen können. Alle Inhalte sollen über mindestens zwei Sinne sowie möglichst einfach und verständlich erfahrbar sein.

Ebenso soll es neue Räume für die Museumspädagogik geben. Später steht darüber hinaus eine neue Inszenierung der Kreuzsammlung und ausführlichere Darstellung der Abteigeschichte an.