Einsatz gegen Antisemitismus und Extremismus

Maffay in Recklinghausen mit Buber-Rosenzweig-Medaille geehrt

Der Musiker Peter Maffay ist für seinen Einsatz gegen Antisemitismus und Extremismus mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet worden. Der Sänger werde für sein Eintreten gegen Antisemitismus und Rassismus gewürdigt, erklärte der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zu der Auszeichnung am Sonntag in Recklinghausen.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nannte Maffay bei der bundesweiten Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ einen „Botschafter der Völkerverständigung“, der vor allem junge Menschen anzusprechen wisse. Maffay setze sich seit Jahrzehnten für das Miteinander von deutschen, israelischen und palästinensischen Jugendlichen ein.

„Öffentlich zur Wehr gesetzt“

Die katholische Präsidentin des Koordinierungsrats, Margaretha Hackermeier, sagte, Maffay habe sich mit Mut und Zivilcourage gegen menschenfeindliche Haltungen öffentlich zur Wehr gesetzt. Dies geschehe „mit seiner Musik, mit seinen Texten und mit seinen Konzerten“.

Laudator Udo Dahmen, Direktor der Pop-Akademie Baden-Württemberg, betonte, Maffay habe es nicht dabei belassen, Visionen in Liedern zu besingen, sondern trete offen für sie ein. Dahmen nannte insbesondere die Peter-Maffay-Stiftung für traumatisierte, chronisch kranke, sozial benachteiligte und vernachlässigte Kinder.

Maffay erinnert an Wert der Demokratie

Maffay selbst hob in Recklinghausen die Bedeutung des demokratischen Gemeinwesens hervor. Der besondere Wert liege darin, dass man keine Angst zu haben brauche, seine Meinung frei zu äußern, sagte der Musiker. Das sei nur in wenigen Gesellschaften der Welt möglich.

Mit der Preisverleihung wurde die „Woche der Brüderlichkeit“ eröffnet, die in diesem Jahr unter dem Motto „Angst überwinden – Brücken bauen“ steht. In ganz Deutschland gibt es bis zum 18. März Veranstaltungen zum Thema.

Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit veranstaltet die Woche seit 1952 im März. Mit der undotierten Buber-Rosenzweig-Medaille ehrt der Koordinierungsrat seit 1968 Menschen, Institutionen und Initiativen, die sich für die Verständigung zwischen Christen und Juden einsetzen. Die Medaille erinnert an die jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929).