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Rainer Löb kann die Zurückhaltung der Stiko jedoch verstehen

Malteser-Bundesarzt ist für Corona-Impfungen von Jugendlichen

  • Malteser-Bundesarzt Rainer Löb kann die Zurückhaltung der Ständigen Impfkommission (Stiko) bei Corona-Impfungen für Jugendliche ab 12 Jahren nachvollziehen.
  • Es gebe im Moment nur wenige wissenschaftliche Daten für diese Altersgruppe.
  • Dennoch betonte Löb, dass es wichtig sei, möglichst viele Menschen gegen Corona zu impfen.
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Der Bundesarzt des Malteser Hilfsdiensts, Rainer Löb, kann die Zurückhaltung der Ständigen Impfkommission (Stiko) bei Corona-Impfungen für Jugendliche ab 12 Jahren nachvollziehen. "Wenn ich Arzt bin, dann heißt das, dass ich bei all den Dingen, die wir tun, darauf setze, dass wir möglichst gute wissenschaftliche Erkenntnisse haben", sagte er dem Kölner Online-Portal domradio.de am Dienstag. Im Moment gebe es jedoch nicht viele Daten zu dem Thema. Rund 1.100 Kinder hätten an einer Zulassungsstudie teilgenommen. "Viel mehr wissen wir darüber nicht."

Löb betonte gleichzeitig, dass möglichst viele Menschen geimpft werden müssten, um Corona Herr zu werden. Die Stiko empfehle derzeit die Impfung für Jugendliche, wenn sie ein Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, weil sie etwa an Diabetes leiden. Der Arzt riet zu einer differenzierteren Betrachtung.So könne eine Impfung von Jugendlichen auch dann "hoch sinnvoll" sein, wenn in ihrem Umfeld Menschen lebten, "die älter sind, die krank sind, die zum Beispiel auch einen geschwächtes Immunsystem haben".

Impfangebot für alle Einwohner ab zwölf Jahren

In Deutschland sollen künftig alle Einwohner ab zwölf Jahren ein Corona-Impfangebot erhalten. Das beschlossen die Gesundheitsminister und -senatoren aus Bund und Ländern am Montagabend, obwohl die Stiko bislang noch keine entsprechende Empfehlung ausgesprochen hat. Das Gremium will sich in den kommenden Tagen zu der Frage positionieren.

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