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Wenig Hoffnung auf Reformen bei Mitbegründerin aus Münster

"Maria 2.0"-Initiatorin Lisa Kötter aus der Kirche ausgetreten

  • Lisa Kötter, eine der Gründerinnen der Frauen-Reformbewegung „Maria 2.0“ aus Münster, ist heute aus der katholischen Kirche ausgetreten.
  • Im März hatte sie diesen Schritt angekündigt, einen früheren Termin habe sie nicht bekommen.
  • „Ich sehe mich nach wie vor als suchenden Menschen und versuche, mich mit anderen außerhalb und innerhalb der Kirche zu verbinden“, sagte Kötter im Interview mit "katholisch.de"
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Lisa Kötter, eine der Gründerinnen der Frauen-Reformbewegung „Maria 2.0“ aus Münster, ist heute aus der katholischen Kirche ausgetreten. Im März hatte sie diesen Schritt angekündigt, einen früheren Termin habe sie nicht bekommen. Sie sei mit sich im Reinen, sagte sie im Interview mit „katholisch.de“. „Ich sehe mich nach wie vor als suchenden Menschen und versuche, mich mit anderen außerhalb und innerhalb der Kirche zu verbinden“, sagte Kötter.

Ein schlechtes Gewissen haben sie wegen ihrer Entscheidung nicht. Sie verlasse „das ‚Römische‘ an dieser Kirche“, nicht aber das Jesuanische, das sie „Kirche in der Kirche“ nennt. „Ich weiß auch, dass es in dieser Kirche Heerscharen von Menschen gibt, die genau wie ich auf der Suche nach dem sind, was Nachfolge ist.“

Kötter: Kritik an Entscheidung verklungen

Kötter räumte ein, dass nicht alle innerhalb von „Maria 2.0“ Verständnis für ihre Entscheidung zum Kirchenaustritt hätten. „Da gab es schon ein paar sehr kritische Stimmen, die meine Ankündigung als ein Im-Stich-Lassen interpretiert haben“, sagte sie. Sie habe den Schritt aber gut erklären können, mittlerweile seien diese Stimmen verklungen.

Gleichwohl glaube sie nicht, dass Austritte auch von engagierten Gläubigen die Bischöfe zum Nachdenken und Handeln brächten: „Man hört relativ wenig Betroffenheit von Seiten der höheren Hier­archieebenen.“ Die Kirchen in Deutschland seien „so unendlich reich, dass theoretisch auch noch ein ‚heiliger Rest‘ 1.000 Jahre lang seine Rituale weiterfeiern kann.“

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