Pilgerleitertagung in Kevelaer

Maria feiert ihr 375-Jähriges mit Open-Air-Festival

Den Beginn der Wallfahrt vor 375 Jahren feiert Kevelaer unter anderem mit einer großen Marientracht und der Welturaufführung eines Marienfestspiels während der Festwoche im Juni. Das dürfte noch einmal deutlich mehr als die 800 000 Pilger ziehen, die ohnehin jährlich den Wallfahrtsort am Niederrhein besuchen.

Für das Mysterienspiel um Maria wird am Samstag, 10. Juni, und Sonntag, 11. Juni, der Basilikaplatz zur Open-Air-Festivalbühne. Insgesamt hochkarätige 250 Musiker, Sänger, Chormitglieder und Statisten wirken um den Menschen Maria unter der Leitung von Dr. Bastian Rütten und Basilikaorganisten Elmar Lehnen mit. Einen ersten Eindruck im Film sowie alle Infos gibt es auf der Internetseite menschmaria.de.

Wallfahrten für Fahrradfahrer und Pädagogen

Pastor Lohmann wies nicht nur auf das Jubiläumsjahr hin, sondern sprach zudem über das grundsätzliche Selbstverständnis der Wallfahrt zur „Trösterin der Betrübten“, als die die Gottesmutter in Kevelaer verehrt wird. „Unser Ort möchte ein Ort sein“, erklärte Lohmann, „der annimmt und tröstet und der die Menschen so aufnimmt, wie sie kommen.“ Dennoch gelte es, neue Formen der Wallfahrt zu entdecken, wie etwa die Fahrradwallfahrt am 30. April, und die Wallfahrt für Pädagogen, Erzieher und Lehrer am 3. Mai.

Schon in seiner Predigt in der Marienbasilika hatte Lohmann – zum Fest Mariä Verkündigung – auf das Leben der Gottesmutter hingewiesen. Sie sei bereit gewesen, ihre Planungen und Vorstellungen loszulassen. Dies sei auch wichtig im Blick auf die Kirche, die Pilgergruppen und die Gemeinden. „Einfach mit Vorstellungen von gestern und vorgestern geht es nicht weiter. Wir müssen loslassen können und neu aufbrechen wollen. Ein immer so weiter wie bisher wird nicht gehen“, betonte Lohmann.