ORDEN

Maria Laach: Mauritius Wilde OSB als Abt eingeführt

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Anfang Oktober hatte der Vatikan den Benediktinerpater zum Leiter ernannt. Jetzt startet er offiziell. 

Von KNA

Die berühmte Abtei Maria Laach in der Eifel hat wieder einen Abt. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann feierte am Samstag in der Abteikirche den Segnungsgottesdienst für Pater Mauritius Wilde OSB (60), der vom Bischof Stab, Mitra und Ring überreicht bekam.

Auch die Regel des heiligen Benedikt wurde dem 50. Abt von Maria Laach symbolisch übergeben. Das zeige seine Verantwortung für das geistliche und materielle Wohl seiner Gemeinschaft, die in Maria Laach aktuell aus 25 Benediktinern besteht. Die Liturgie der Abts-Benediktion ähnelt einer Bischofsweihe.

Von Rom ernannt

Normalerweise wählen Benediktinerklöster ihr Oberhaupt selber. Die Abtei Maria Laach hatte sich aber seit 2014 auf keinen neuen Abt einigen können. Sie war deshalb jahrelang kommissarisch geleitet worden. Mauritius Wilde OSB (60) wurde Anfang Oktober von der vatikanischen Ordensbehörde ernannt.

Der aus Hildesheim stammende Priester trat mit 19 Jahren in die Benediktinerabtei Münsterschwarzach ein und studierte in Würzburg Theologie. Anschließend war er Prior in der US-amerikanischen Niederlassung des Klosters Münsterschwarzach in Schuyler (Nebraska) und seit 2016 Prior in der Abtei Sant’Anselmo in Rom.

Maria Laach wird laut der Abtei jährlich von etwa 700.000 Menschen besucht; der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle des Klosters mit seinen unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden. Die dreischiffige Pfeilerbasilika mit sechs Türmen ist das Herzstück der Klosteranlage und zählt zu Deutschlands besterhaltenen romanischen Baudenkmälern.

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