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Bayerns Ministerpräsident ist evangelischer Christ. Wie der Glaube seine Haltung prägt und warum er auch mit Nichtglaubenden darüber spricht.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59) hat nach eigenen Worten auf seinem Schreibtisch die Bibel stets griffbereit. "Nicht für das Alltagsgeschäft, aber für große Fragen", sagt der CSU-Politiker und bekennende evangelische Christ der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
"In der Corona-Zeit war ich dankbar, dass ich glauben kann", so Söder. Wenn man Entscheidungen treffen müsse, die einem kein Berater abnehmen könne, brauche man irgendein Licht. "Ich bin kein frömmelnder Pietist, aber ich bete. Darin finde ich Kraft - auch im Austausch mit anderen Gläubigen."
Söder über das Katholikentags-Leitwort
Ausgehend vom christlichen Menschenbild sei für ihn der Schutz des Lebens vom Anfang bis zum Ende zentral, sagt der Ministerpräsident. Das Klonen von Menschen lehne er klar ab. "Und assistierter Suizid ist natürlich eine sehr persönliche, aus meiner Sicht aber auch schwierige Entscheidung." Er schätze sehr die menschlich wertvolle Begleitung im Hospiz. "Mit Würde zu gehen, mit sich und Gott das Gespräch zu suchen auf diesem Weg - das habe ich auch bei meinen Eltern so erlebt."
Söder ist auch Gast beim Mitte Mai in Würzburg stattfindenden Katholikentag. Mit dessen Motto "Hab Mut, steh auf" aus dem Markus-Evangelium verbindet er "Sichtbarkeit und Bekenntnis".
Söder: Auch mit Nicht-Interessierten über Glauben sprechen
Seiner Ansicht nach sollte man auch mit jenen Menschen über den Glauben reden, die kein Interesse zeigten. "Einfach sagen, warum es gut ist, Christ zu sein. Neugierig machen. Zeigen, welche Kraft im Glauben steckt - gerade dann, wenn er gemeinsam gelebt wird."