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Evangelische Kirche lehnt Unterstützung ab

„Marsch für das Leben“ in Berlin: Bischofskonferenz sendet Grußwort

  • Die Deutsche Bischofskonferenz hat ein Grußwort zum „Marsch für das Leben“ von christlichen Abtreibungsgegnern in Belin geschrieben.
  • Bischof Georg Bätzing dankt für ungebrochene Engagement für den Lebensschutz. Die Corona-Pandemie führe eindringlich vor Augen, wie verwundbar und schutzbedürftig der Mensch ist.
  • Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz unterstützt die Initiative nicht - wegen „inhaltlicher Differenzen und der aggressiven Art und Weise, in der der Verband seine Positionen vertritt“.

Die Deutsche Bischofskonferenz unterstützt auch in diesem Jahr die bundesweite Initiative „Marsch für das Leben“ und dankt für ungebrochene Engagement für den Lebensschutz. „Die Corona-Pandemie führt uns eindringlich vor Augen, wie verwundbar und schutzbedürftig der Mensch ist. Das Erleben der Zerbrechlichkeit des eigenen Daseins motiviert viele Menschen zu einer neuen Solidarität gegenüber älteren und kranken Mitmenschen“, sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, in einem Grußwort, das am Freitag in Bonn veröffentlicht wurde. Dari heißt es weiter: „Das Leben behält in jeder Situation - auch in scheinbarer Ausweglosigkeit - seinen Sinn durch die Gewissheit, dass Gott es in seiner Hand hält und es von der Dunkelheit zum Licht führen will.“ 

Für den 19. September lädt der Bundesverband Lebensrecht e. V. christliche Abtreibungsgegner wieder zum „Marsch für das Leben“ in Berlin ein, der in diesem Jahr unter den Bedingungen der Corona-Pandemie stattfindet.

Keine Unterstützung von evangelischer Kirche

Mit Blick auf die Debatte um autonomes Sterben sähen Christen die menschenwürdige Antwort auf Krankheit und Leid darin, einander beizustehen, physische wie seelische Schmerzen zu lindern und vor allem bei Angst und Einsamkeit den Trost Gottes zuzusprechen. „Das Leben behält in jeder Situation - auch in scheinbarer Ausweglosigkeit - seinen Sinn durch die Gewissheit, dass Gott es in seiner Hand hält und es von der Dunkelheit zum Licht führen will“, sagte Bätzing. Der „Marsch für das Leben“ endet wie gewöhnlich mit einem ökumenischen Gottesdienst.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz unterstützt die Initiative des Bundesverbands nicht. Die Kirchenleitung hatte bereits 2014 beschlossen, die Arbeit oder Aktivitäten des Bundesverbandes Lebensrechts nicht zu unterstützen. Die Kirchenleitung begründete dies mit „inhaltlichen Differenzen und der aggressiven Art und Weise, in der der Verband seine Positionen vertritt“.

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