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Neuwahl bei Vollversammlung am 3. März in Mainz

Marx tritt nicht mehr als Vorsitzender der Bischofskonferenz an

Kardinal Reinhard Marx steht nicht für eine zweite Amtszeit an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz zur Verfügung. Das teilte er am Dienstag mit. Bei der Frühjahrsvollversammlung Anfang März stehen Neuwahlen an.

 

Kardinal Reinhard Marx steht nicht für eine zweite Amtszeit an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz zur Verfügung. „Meine Überlegung ist, dass ich am Ende einer möglichen zweiten Amtszeit 72 Jahre alt wäre, und dann auch das Ende meiner Aufgabe als Erzbischof von München und Freising nahe sein wird“, heißt es in einem Brief an seine Mitbrüder, den die Deutsche Bischofskonferenz am Dienstag veröffentlichte. Marx weiter: „Ich finde, es sollte die jüngere Generation an die Reihe kommen.“

Bei der Frühjahrs-Vollversammlung der Bischöfe Anfang März in Mainz stehen Neuwahlen an. Sein Entschluss, dann nicht wieder zu kandidieren, stehe schon seit längerer Zeit fest, so Marx. „Selbstverständlich werde ich auch weiterhin aktiv in der Bischofskonferenz mitarbeiten und mich besonders engagieren für den Synodalen Weg, der aus meiner Sicht gut gestartet ist.“ Zugleich wolle er jetzt auch wieder stärker im Erzbistum München und Freising präsent sein, wo ein „umfassender Strategieprozess“ gestartet werden soll.

Wer ist Reinhard Marx?

Reinhard Marx (66) stammt aus Geseke im Erzbistum Paderborn, wo er 1996 zum Weihbischof geweiht wurde. Am 20. Dezember 2001 berief in Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Trier. 2007 wurde er Erzbischof von München-Freising, 2010 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Kardinal.

Am 12. März 2014 wurde Marx während der Vollversammlung der Bischofskonferenz in Münster zu deren Vorsitzendem gewählt. Er löste den Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch ab, der das Gremium von 2008 bis 2014 leite.

Dokumentiert: Erklärung von Kardinal Marx
„Das Jahr 2020 schreitet voran und damit auch der Blick auf die Agenda und die Terminplanung für dieses und das kommende Jahr. Das gilt auch für die Verpflichtungen des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Ich finde es deshalb richtig, schon jetzt vor der Wahl des Vorsitzenden in der Frühjahrs-Vollversammlung klarzustellen, dass ich für eine eventuelle zweite Amtszeit nicht zur Verfügung stehe.

Schon seit einiger Zeit steht das für mich fest. Meine Überlegung ist, dass ich am Ende einer möglichen zweiten Amtszeit 72 Jahre alt wäre, und dann auch das Ende meiner Aufgabe als Erzbischof von München und Freising nahe sein wird. Ich finde, es sollte die jüngere Generation an die Reihe kommen. Und vielleicht ist es auch gut, wenn es häufiger einen Wechsel in dieser Aufgabe gibt. Ich habe das Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz sehr gerne ausgeübt, aber ‚alles hat seine Zeit‘ (Kohelet).

Selbstverständlich werde ich auch weiterhin aktiv in der Bischofskonferenz mitarbeiten und mich besonders engagieren für den Synodalen Weg, der aus meiner Sicht gut gestartet ist. Zugleich möchte ich jetzt auch wieder stärker im Erzbistum München und Freising präsent sein, gerade in dem umfassenden Strategieprozess, den wir in diesem Jahr beginnen wollen.“ | Quelle: Deutsche Bischofskonferenz

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