Umfangreiches Angebot an erprobten, kreativen und frischen Impulsen für Unterricht und Katechese

Mediothek des Bistums Münster will Digitalisierung langfristig planen

  • Wenn es um religionspädagogische Themen geht, ist die Mediothek des Bistums Münster viel gefragter Service-Partner und Dienstleister.
  • „Unsere Kernaufgabe ist die Unterstützung des Religionsunterrichts und der religiösen Bildungsarbeit in Schulen, Kitas und Gemeinden“, Christian Schulte als Leiter der Bistums-Abteilung Religionspädagogik.
  • In Sachen Digitalisierung sehen sich die Verantwortlichen auf einem guten Weg, wollen es aber nicht übereilen.
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Ob Kita oder Berufskolleg, ob Referendar-Ausbildung oder Erstkommunion-Katechese: Wenn es um religionspädagogische Themen geht, ist die Mediothek des Bistums Münster viel gefragter Service-Partner und Dienstleister.

Dass ihre Leiterin Julia Tüshaus von Haus aus Religionslehrerin ist, macht deutlich, worauf es der Einrichtung zuvorderst ankommt: „Unsere Kernaufgabe ist die Unterstützung des Religionsunterrichts und der religiösen Bildungsarbeit in Schulen, Kitas und Gemeinden, auch aus der Praxiserfahrung heraus“, sagt Dr. Christian Schulte als Leiter der Bistums-Abteilung Religionspädagogik, zu der die Mediothek am Kardinal-von-Galen-Ring gehört.

10.000 Medien vom Buch über Unterrichtsmodelle und Filme

Aus den Anfängen einer reinen Referenten-Bücherei und einer Medienstelle erwuchs 2003 die Mediothek am heutigen Standort. Und die kann auf einen imponierenden Bestand verweisen: So bietet die Präsenzbibliothek allein 10.000 Medien vom Buch über Zeitungen bis zu Aufsätzen und Unterrichtsmodellen; hinzu kommt eine große Medienvielfalt: „Wir haben insgesamt etwa 2.700 Materialien im Verleih. Dabei mehr als 1.000 Filme - übrigens mitsamt dem Recht auf öffentliche Aufführung und überwiegend mit didaktischem Begleitmaterial -, vielfältiges Bildmaterial und Ausstellungen bis hin zu Medienboxen, Lernkoffern und -spielen“. Damit können Julia Tüshaus und ihr vierköpfiges Team Angebote für Schulen, Kitas und Gemeinden zu nahezu allen religiösen, aber auch gesellschaftlich diskutierten Themen wie zum Beispiel Sterbehilfe oder Inklusion machen.

Die gebührenfreie Nutzung der Serviceleistungen inklusive des bistumsweiten kostenlosen Medienversands steht allen Interessierten gleichermaßen zur Verfügung. „Rund 900 angemeldete Nutzerinnen und Nutzer sind bei uns verzeichnet“, so Dr. Christian Schulte. Und die sind keinesfalls alle katholisch, denn Konfession spielt bei der Suche nach den richtigen Medien für Unterricht, internen wie externen Aus- und Fortbildungen, Arbeitsgemeinschaften oder Pastoral eine nachgeordnete Rolle. Als ein Beispiel dafür führt Julia Tüshaus auf, dass katholische und evangelische Religions-Fachleiter ihren Referendaren und Referendarinnen sowohl die Bistums-Mediothek als auch die entsprechende Einrichtung des evangelischen Schulreferates zeigen.

Durch Corona sinkt Nachfrage

Stichwort Corona-Pandemie: Die hat durchaus gewichtige Auswirkungen auf die Arbeit der Mediothek: „Leider ist der Zugriff auf unsere Angebote und Dienstleistungen vorübergehend durch verminderte Öffnungszeiten eingeschränkt - zur Kontrolle des Publikumsverkehrs“. Naturgemäß ist auch die Nutzung zum Teil rückläufig durch veränderten Schul-Unterricht sowie den Ausfall vieler Gemeinde- oder Gruppenveranstaltungen. Auch religionspädagogische Fortbildungen können meist nicht in gewohnter Form und Umfang stattfinden.

Schulte: In der Mediothek bekommt Kirche ein Gesicht

Und so hat sich das - schon länger bearbeitete - Thema „Digitalisierung“ auch in der Mediothek weiter nach vorne gedrängt. „Wir sind auf dem Weg und werden unseren Platz in den kommenden Jahren sicher finden“ hebt Christian Schulte hervor, warnt dennoch vor Übereilung: „Das muss gut geplant sein“. Denn so effektiv wie bereits die Online-Auswahl und -Bestellung von Medien oder der zukünftige Download sind: „Uns liegt viel am direkten Kontakt zu den Nutzern.“ Denn in der Mediothek werde Kirche als Ansprechpartner sichtbar, bekomme ein Gesicht.

Gerade im Religionsunterricht, aber eben auch in der Kita als Lebensort des Glaubens müsse die Chance zur niederschwelligen Vermittlung von Inhalten genutzt werden. Und dafür bietet die Mediothek erprobte, kreative und frische Impulse vom Bilderbuchkino zum Heiligen Martin bis hin zum Materialangebot zum Thema Künstliche Intelligenz. „Deshalb bleiben das Gespräch, der Austausch auf Augenhöhe und die Berührungspunkte mit unseren Nutzerinnen und Nutzern für uns hier als kleiner Teil von Kirche ganz oben auf der Agenda“, blicken Tüshaus und Schulte in die Zukunft der Bistums-Mediothek.

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