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Ministerpräsident Laschet trauert mit den Hinterbliebenen

Mehr als 17.000 Corona-Tote in Nordrhein-Westfalen - Landtag trauert

  • Nordrhein-Westfalen hat der mehr als 17.000 Corona-Toten mit einer Trauerfeier im Landtag gedacht.
  • Landtagspräsident Andre Kuper dankte allen für die Mitmenschlichkeit in der Pandemie, insbesondere für das Engagement von Ärzten und Pflegepersonal.
  • NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) trauerte mit den Hinterbliebenen der Toten.
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Nordrhein-Westfalen hat der in der Corona-Pandemie gestorbenen Menschen gedacht. Bei einer Trauerfeier am Mittwoch im Landtag sagte Parlamentspräsident Andre Kuper, dass landesweit mehr als 17.000 Menschen an oder mit dem Virus gestorben seien. Schlimm sei gewesen, dass sich Verwandte von den Sterbenden oft nicht verabschieden konnten. Im Gedenken an die Opfer wurden Kerzen entzündet.

"Corona hat Spuren hinterlassen, hat uns zugesetzt und unseren Nerv getroffen. Vieles ist nur schwer auszuhalten", so Kuper. Er verwies auf Einschränkungen im Lebensalltag wie geschlossene Kitas, Schulen, Hörsäle, Geschäfte, Kinos und auch Kirchen, die Orte des Gebetes und der Trostsuche seien. Auch wenn die Zahl der Neuinfizierten derzeit rückläufig sei, wachse täglich die Zahl der Opfer. Und niemand könne wissen, welche Kraft die neuen Mutationen entwickelten.

Armin Laschet trauert mit Hinterbliebenen

Der Landtagspräsident dankte für die Mitmenschlichkeit in der Pandemie. Er verwies unter anderem auf Ärzte und Pflegekräfte, die sich "ohne Rücksicht auf eigene Erschöpfung" engagiert hätten. In den kommenden Jahren bleibe zur Bewältigung der Krise noch viel zu tun, "auch mit Blick auf die ärmeren Staaten".

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) betonte, wie gefährlich Corona sei. "Das Virus einfach grassieren zu lassen, ist keine humane Option." Sonst würden viele Tausende Menschen mehr ihr Leben verlieren. "Jede und jeder Verstorbene hinterlässt eine Lücke im Leben und in den Herzen der Hinterbliebenen", so Laschet. "Unsere Gedanken sind bei ihnen, wir trauern gemeinsam."

Wunden werden nur langsam heilen

Die Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs für das Land Nordrhein-Westfalen, Barbara Dauner-Lieb, sagte, die Menschen seien angesichts einer langen Zeit von Frieden und Wohlstand auf die Corona-Krise nicht vorbereitet gewesen. Umso wichtiger seien nun Optimismus und Gelassenheit. "Ermutigt und inspiriert wurden wir in den letzten Monaten vor allem auch durch die vielen Helden und Heldinnen des Alltags", hob Dauner-Lieb hervor.

Nach den Worten der Düsseldorfer Klinikseelsorgerin Simone Bakus hat die Corona-Pandemie allen Menschen viel abverlangt und tut es noch. "Wunden werden nur langsam heilen, manche vielleicht gar nicht."

Vor Beginn der Trauerfeier hatten die beiden kirchlichen Büros zu einem Gottesdienst im Landtag eingeladen, an dem Landtagspräsident Andre Kuper, Ministerpräsident Armin Laschet und einige Mitglieder des Landtags teilnahmen. Auch dort wurde der Toten und Betroffenen gedacht.

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