SEXUALISIERTE GEWALT

Missbrauchsvorwurf: So geht irisches Bistum mit Bischofs-Leichnam um

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Der Bischof wird in drei Fällen beschuldigt und war in weitere Skandale verwickelt. Nun zieht das Bistum Konsequenzen.

Von KNA

Der Leichnam eines unter Missbrauchsverdacht stehenden Bischofs in Irland ist aus der Kathedrale seines Bistums entfernt worden. Wie das Bistum Galway, Kilmacduagh und Kilfenora mitteilt, wurden die Überreste von Bischof Eamonn Casey (1927-2017) aus der Krypta gehoben und an dessen Familie übergeben. Dass der Leichnam nach den Vorwürfen weiter in der Kathedrale ruhte, sei "eine sensible Angelegenheit, die viele Menschen auf verschiedene Weise berührt hat".

Casey stand dem westirischen Bistum von 1976 bis 1992 vor und war gleich in mehrere Skandale verwickelt. Er musste 1993 vom Amt zurücktreten, nachdem irische Medien enthüllten, dass er einer in den USA lebenden Frau Alimente für einen 1974 geborenen gemeinsamen Sohn zahlen musste. Das Geld zweigte er aus dem Diözesanvermögen ab.

Die Missbrauchsvorwürfe

Die Mutter veröffentlichte 1993 ein Buch über die Angelegenheit. Der Bischof zog sich in der Folge als Missonar nach Ecuador zurück, arbeitete später in südenglischen Gemeinden und kehrte 2006 in sein Heimatland zurück.

2019 wurde bekannt, dass er in mindestens drei Fällen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger beschuldigt wurde. Zwei Fälle seien vor Gericht gelöst worden, im dritten habe das Bistum der betroffenen Person Hilfe angeboten.

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