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Bistum Münster ruft zur Teilnahme an „Woche der Goldhandys“ auf

Missio sammelt wieder ausgediente Handys

  • Vom 7. bis 15. November findet die Handy-Sammelaktion „Woche der Goldhandys“ des Hilfswerks Missio statt.
  • „Die Woche der Goldhandys zeichnet sich durch ihre doppelte Wirksamkeit aus“, erklärt der Umweltmanager des Bistums Münster und ruft zur Teilnahme an der Aktion auf.
  • Seit Beginn der Aktion 2017 hat Missio bereits 160.000 Mobiltelefone gesammelt.

200 Millionen ausgedienter Handys und Smartphones haben die Deutschen in Schubladen, in Kisten auf Dachböden oder im Keller, vermutet das Hilfswerk Missio. Dabei stecken in ihnen viele wertvolle Rohstoffe wie Gold und Coltan, die recycelt werden können. Missio ruft daher vom 7. bis 15. November zur Sammelaktion „Woche der Goldhandys“ auf. Die Aktion findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt.

An dem Aufruf beteiligt sich auch das Bischöfliche Generalvikariat (BGV) in Münster. „Die Woche der Goldhandys zeichnet sich durch ihre doppelte Wirksamkeit aus“, erläutert Fabian Teltrop, Umweltmanager im BGV laut Bischöflicher Pressestelle. Zum einen werde durch das Recycling vermieden, dass wertvolle Rohstoffe wie Gold mit hohen Kosten für die Umwelt abgebaut werden müssten. Außerdem würden mit dem Erlös aus Recycling und Wiederverwertung Hilfsprojekte in der Demokratischen Republik Kongo unterstützt – „dort, wo ein blutiger Krieg um die wertvollen Rohstoffe wütet, die unter anderem zur Herstellung von Handys verwendet werden“, sagt Teltrop.

Auch Pfarreien, Firmen und Familien können mitmachen

Der Umweltmanager betont, ihm gehe es auch darum, durch die Aktion zum Nachdenken anzuregen. Sie solle sich nicht auf die Sammlung und den Einwurf alter Handys beschränken. „Ich erhoffe mir auch eine Auseinandersetzung mit den Auswirkungen und Folgen unserer Lebensweise.“ Die Wahrnehmung von Schöpfungsverantwortung und die Wahrnehmung von sozialer Verantwortung seien „untrennbar miteinander verwoben“, sagt Teltrop.

Die Handy-Sammelaktionen sei zudem nicht mit hohen finanziellen oder organisatorischen Hürden verbunden. Daher könnten auch Pfarreien, Institutionen, Verbände, Vereine und Firmen gut daran teilnehmen, ermutigt der Umweltmanager. Auch Familien, Freundeskreise oder Nachbarschaften könnten mitmachen.

160.000 Mobiltelefone seit 2017 gesammelt

Die „Woche der Goldhandys“ wurde 2017 ins Leben gerufen. Laut Bischöflicher Pressestelle wurden bei der Premiere im Bistum Münster mehr als 6.000 ausgediente Mobiltelefone gesammelt. Bundesweit sammelte Missio seit Beginn der Aktion 160.000 Mobiltelefone. Mehr als 13.000 Kinder, Frauen und Männern im Ost-Kongo wurde dadurch bereits geholfen.

Alle Infos zur „Woche der Goldhandys“ und dazu, wie man mitmachen kann, gibt es im Internet unter www.missio-hilft.de/goldhandys.

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