#wirrettenostern: WDR-Moderatorin gibt Anregungen mit "Kirche-und-Leben.de"

Mit Yvonne Willicks jeden Tag auf Ostern zu

Ohne Gottesdienst in der Kirche oder der Familie, ohne Gemeinschaft und Bräuche wird Ostern in diesem Corona-Jahr schwierig. Das dachte sich auch WDR-Moderatorin Yvonne Willicks ("Servicezeit", "Haushaltscheck"). Also hat die überzeugte Katholikin die Aktion "#WirrettenOstern" auf den Weg gebracht. Jeden Tag postet sie Videos mit Anregungen und Impulsen - auch auf der Facebook-Seite von "Kirche-und-Leben.de" und teils mit anderen Prominenten. Was es damit auf sich hat, erklärt sie im Interview.

Frau Willicks, Sie wollen jeden Tag durch die Karwoche bis Ostern zwei Videos produzieren und in den sozialen Netzwerken posten - auch auf der Facebook-Seite von „Kirche-und-Leben.de". Warum?

Weil ich Ostern retten will! Ab Samstag vor Palmsonntag werde ich unter dem Hashtag #wirrettenostern mindestens zwei Videos am Tag posten. Ich bin gläubige Katholikin, gehe zur Kirche und habe auch ein Buch darüber geschrieben. Darum will ich ein bisschen Hoffnung geben und dabei helfen, trotz Corona ein schönes Osterfest zu feiern. Wir können gerade Struktur und Halt im Tag ziemlich gut gebrauchen. Aus meiner Erfahrung weiß ich aber auch, dass sich Menschen einfach schwer damit tun, Feiern zu gestalten: Wie soll der Ablauf sein, was ist der Anfang, die Mitte, das Ende? Was wollen wir essen? Wie können wir ein schönes Osterfest genießen, obwohl viele von uns getrennt sein werden?

Worauf dürfen wir uns freuen?

Video-Tipps mit Yvonne Willicks
Die Video-Tipps mit Yvonne Willicks können Sie jeweils morgens und abends auf der Facebook-Seite von "Kirche-und-Leben.de" finden - auch wenn Sie kein Facebook-Mitglied sind: www.facebook.com/KircheundLeben

Sie dürfen sich zum Beispiel auf Rezepte und Anregungen freuen. Auf einen Osterzopf - ohne Hefe und mit wilder Hefe. Sie dürfen sich freuen auf Gestaltungsideen für die Osterkerze, für Haus- und Tischdeko - und natürlich auf Anregungen, die Tage christlich zu begehen: mit Segensgebeten, mit Wünschen, gerade während der heiligen Tage ab Gründonnerstag. Da wird es jeden Tag die Möglichkeit geben, einen Hausgottesdienst mit der Familie zu gestalten. Außerdem werden wir bis Mittwoch eine kleine Osterbox packen. Die Kinder können beispielsweise einen schönen Stein suchen und zusammen mit der Mama einen Bibelvers oder Segensspruch darauf schreiben. Dann schicken wir die Box an die Großeltern und Freunde, mit denen wir jetzt nicht zusammen sein können. Und wenn sie am Ostersonntag diese Box aufmachen, sind wir miteinander verbunden, und sie können den Inhalt in die Gestaltung ihre Osterfestes einfließen lassen. Und außerdem wird es natürlich das Osterlachen geben!

Was hat es damit auf sich?

Das Osterlachen ist ein alter Brauch, der leider in Vergessenheit geraten ist. Mit dem Lachen feiern wir den Sieg des Lebens über den Tod. Das wurde früher in den Gemeinden so gehandhabt, dass der Pfarrer an Ostern die Menschen von der Kanzel aus zu schallendem Gelächter gebracht hat. Wir machen darum eine kleine Osterwitz-Challenge, für die ich auch schon einige Promis angesprochen habe. So können wir uns an Ostern einen schönen Witz schenken. Überhaupt: Diese Bräuche sind einfach wunderbar! Darüber kann man gut auch die Großeltern befragen - zum Beispiel per Videochat: Welche Bräuche habt ihr früher gepflegt? Welchen Sinn hatten sie? Dann können sie schön erzählen, wie Ostern in ihrer Kindheit war. Und schon haben wir herrliche Gespräche mit der ganzen Familie!

Wie werden Sie selber die Kar- und Ostertage begehen?

Buch-Tipp
Yvonne Willicks: Glaube ganz einfach. Yvonne Willicks: Glaube ganz einfach. Eine persönliche Spurensuche. Wie Gott uns überall begegnet. Adeo-Verlag. Hardcover, 192 Seiten.
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Wir halten natürlich absolut die Kontaktsperre ein, um vor allem die Urgroßeltern zu schützen. Ich habe drei erwachsene Kinder und bin auch schon Oma. Ostern ist ja auch das erste richtige Frühlingsfest, an dem wir eigentlich gemeinsam rausgehen, uns sehen und die aufblühende Natur genießen, das Licht von Ostern her in die Welt tragen. Wenn ich mir vorstelle, dass mein Mann und ich am Ostermorgen einsam an unserem Osterzopf rumnagen, wird mir ganz anders ums Herz. Da freue ich mich, dass wir über WhatsApp mit den anderen verbunden sind, die uns auch ihre Osterzöpfe zeigen, und wir so versuchen, das Fest zu gestalten. Mein Mann ist zudem Kirchenmusiker, sodass wir sicherlich auch zusammen singen werden. Und dann gibt es ja noch das wunderbare ökumenische Glockenläuten von 9.30 bis 9.45 Uhr am Ostersonntag! Da werden wir alle Türen und Fenster aufreißen und den Klang in unsere Haus lassen. Das wird ein Fest!