RECHTSPOPULISMUS

Mönchengladbacher Vitus-Basilika auf AfD-Programm – Pfarrei wehrt sich

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Die Foto-Nutzung sei nicht abgesprochen, "unangemessen und missbräuchlich". Pfarrei-Verantwortliche fällen ein klares Urteil über die AfD.

Von KNA, jjo

Die AfD Mönchengladbach verwendet ein Bild der katholischen Münster-Basilika St. Vitus auf der Titelseite des Kommunalwahl-Programms. Die Pfarrei verurteilt das scharf.

In einer Erklärung äußern die Pfarrei-Verantwortlichen “großes Bedauern und deutliche Irritation”. Die Verwendung des Fotos durch die AfD sei "unangemessen und missbräuchlich".

Partei "außerhalb des demokratischen Spektrums"

Mitunterzeichner und Gemeindeleiter Christoph Rütten sagt der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA): "Die Werte der AfD gehen nicht mit unseren christlichen Inhalten überein." Die Erklärung solle klarstellen, dass die Pfarrei mit der Nutzung des Kirchen-Bildes nicht einverstanden sei, "erst recht nicht für eine Partei außerhalb des demokratischen Spektrums".

In der Pfarrei-Erklärung heißt es: "Die Verwendung des Bildes ist nicht mit uns abgesprochen, geschweige denn in unserem Sinne." Die Nutzung scheine rechtlich aber zulässig.

"AfD-Positionen widersprechen christlichem Menschenbild"

Die Basilika sei ein sakraler Ort, der für christliche Werte wie Offenheit, Barmherzigkeit, Versöhnung und den Schutz der Menschenwürde stehe - unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung oder Weltanschauung. Die Positionen der AfD widersprächen diesem Menschenbild, insbesondere in Fragen von Migration, gesellschaftlichem Zusammenhalt und dem Umgang mit Minderheiten. Die Pfarrei-Vertreter distanzieren sich ausdrücklich von einer "Instrumentalisierung der Münster-Basilika für parteipolitische Zwecke".

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