UPDATE: Bisher nur wenige Sturmschäden an Kirchen bekannt

Münster: Baum stürzt auf Dach der Antoniuskirche

Im Bistum Münster sind bisher keine größeren Schäden aufgrund des Orkans „Friederike“ bekannt. Es gibt zwei Ausnahmen: In Münster stürzte am Donnerstag ein Baum auf das Seitendach der St.-Antonius-Kirche in der Innenstadt. Im Dach der St.-Georg-Kirche in Vreden im Kreis Borken entstand ein Loch.

Blick auf die Antoniuskirche. | Foto: Johannes Bernard
Blick auf die Antoniuskirche. | Foto: Johannes Bernard

Zentral im Bistum erfasst werden Schäden allerdings nicht. „Viele Pfarreien melden eventuelle Schäden direkt unserem Versicherer“, sagte Joke Heuermann, Versicherungs-Koordinatorin im Bischöflichen Generalvikariat, am Freitag auf Anfrage von „Kirche-und-Leben.de“. Zwar stehe das Generalvikariat mit der Versicherungsgesellschaft in Kontakt. Aber die Sichtung eventueller Schäden werde – wie überall – „sicherlich noch bis in die nächste Woche dauern“.

In Oldenburg nur geringe Schäden

Über Schäden an kirchlichen Gebäuden am Niederrhein war am Donnerstag zunächst nichts bekannt. Das ergaben Nachfragen bei den Kreisdekanatsgeschäftsführern in Wesel und Xanten.

Nur geringe Schäden gibt es offenbar im Oldenburger Land. Aus dem Offizialat hieß es auf Anfrage, drei Bäume aus dem Pfarrhausgarten in Goldenstedt im Kreis Vechta seien auf das Nachbargrundstück gestürzt. Das Nachbarhaus sei in Mitleidenschaft gezogen worden, kirchliche Gebäude aber nicht.

Schäden an evangelischen Kirchen – Notfallpläne beim Katholikentag

Beschädigt wurden zwei evangelische Kirchen in Nordrhein-Westfalen. An der Stadtkirche in Unna brach eine vier Meter hohe Zinne vom Turmumgang in 45 Metern Höhe ab und schlug durch das Kirchendach, teilte der Kirchenkreis Unna mit. In Wuppertal fiel nach Angaben der evangelischen Kirche das Kupferblech vom Turmdach der Gemarker Kirche herunter. Teile davon flogen die Straße entlang. Verletzt wurde in beiden Fällen niemand.

Der Katholikentag präsentierte eine Kampagne zur Werbung um Privatquartiere, nachdem die Spitze des Sturms über Münster hinweggezogen war. „Wenn wir während des Katholikentags so einen Sturm oder andere extreme Wetterlagen bekommen, werden wir die Aktionen unter freiem Himmel vorläufig einstellen müssen“, sagte Katholikentags-Geschäftsführer Roland Vilsmaier auf Nachfrage von „Kirche-und-Leben.de“. Das würde zum Beispiel das Programm auf den Bühnen in der Innenstadt betreffen.