Wanderausstellung während der Schließung der Domkammer

Münsters Domschatz wird in den USA und den Niederlanden gezeigt

Rund 80 der mehr als 700 Objekte des Domschatzes in Münster werden in einer Wanderausstellung gezeigt. Erste Station ist im März das Museum Catharijneconvent in Utrecht in den Niederlanden, teilte die Bischöfliche Pressestelle mit. Geplant sind zudem bereits Stationen im „Museum voor Religieuze Kunst“ in Uden in den Niederlanden und im „Cleveland Museum of Art“ in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio.

Die Wanderausstellung solle zeigen, „welche herausragende Bedeutung der Domschatz hat und welche einzigartigen Exponate er aufzuweisen hat“, sagt Domkammer-Direktor Udo Grote. Zu Münsters Domschatz zählen etwa ein goldenes Paulus-Kopfreliquiar aus der Mitte des 11. Jahrhunderts, ein goldenes Reliquienkreuz (um 1090), eine Reliquienfigur der heiligen Agnes, wertvolle Messgewänder und liturgische Geräte. Zur Wanderausstellung soll es einen Katalog auf Deutsch und Englisch geben.

Domkammer seit 2017 geschlossen

Die Domkammer in Münster ist seit dem 2. Juli 2017 wegen baulicher Mängel geschlossen, die ein bauphysikalisches Gutachten ans Licht gebracht hatte. Derzeit wird im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ermittelt, welche Möglichkeiten der Präsentation es für die Zukunft gibt.