Jüdisch-islamischer Dialog in Münster

Muslimische Theologiestudenten besuchen erstmals Synagoge

Muslimische Theologiestudenten aus Münster haben die örtliche jüdische Synagoge besucht. Dort hätten sie Einblick in die Geschichte der Gemeinde und die Glaubensgrundsätze der jüdischen Religion erhalten, teilte der deutsch-türkische Moscheeverband Ditib am Freitag mit. Der Besuch sei der erste dieser Art gewesen. Das Treffen sei von Ditib-Generalsekretär Bekir Alboga und dem Geschäftsführenden Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, Sharon Fehr, organisiert worden. Alboga bietet am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster Lehrveranstaltungen zum Thema interreligiöser Dialog an.

Alboga sprach nach dem Synagogenbesuch der Studenten von einem „Zeichen für eine neue interreligiöse Partnerschaft“. Fehr betonte laut Ditib, dass der Austausch auf Augenhöhe und mit größtem Respekt stattgefunden habe und ein guter Anfang sei, um beiderseitige Ängste und Vorurteile abzubauen.

Alboga kündigte an, dass er gemeinsam mit Sharon Fehr den jüdisch-islamischen Dialog in Münster auch auf Gemeindeebene stärken wolle.