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Einladung zu Gebet und Schweigen am Dienstag in der Hedwigs-Kathedrale

Mutmaßlicher Anschlag: Berlins Erzbischof Koch schockiert

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat den mutmaßlichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt mit mindestens neun Toten mit Bestürzung aufgenommen. Für Dienstag lädt Koch um 12 Uhr in die Sankt-Hedwigs-Kathedrale zum Gebet ein. 

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat den mutmaßlichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt bei der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche mit Bestürzung aufgenommen. Er sei schockiert von den Bildern, die vom Breitscheidplatz zu sehen seien, teilte das Erzbistum Berlin am Montagabend mit. Im Gebet sei er bei den Opfern und ihren Angehörigen.

Auch der evangelische Bischof von Berlin, Markus Dröge, zeigte sich entsetzt über das Blutbad auf dem Berliner Breitscheidplatz. „Ich bete für die Toten und Verletzten dieses Abends“, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Erzbischof Koch lädt für Dienstag um 12 Uhr in die Sankt-Hedwigs-Kathedrale ein, um im Gebet und im Schweigen der Trauer Ausdruck zu geben. Der Erzbischof dankte zugleich allen Sicherheitskräften, Sanitätern und Notfallseelsorgern für ihren Einsatz. 

Hintergründe bislang unklar

Ein Lastwagen war am Montagabend auf einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast. Dabei sind nach ersten Polizeiangaben neun Menschen getötet worden und etwa 50 verletzt, darunter mehrere schwer. Die Hintergründe seien noch unklar, sagte eine Polizeisprecherin dem epd. Medienberichten zufolge könnte es sich um einen Anschlag handeln.

Die Polizei sprach von der Festnahme einer Person, bei der es sich möglicherweise um den Fahrer des Lkw handele. Eine weitere Person aus dem Lkw sei tot geborgen worden.

Der Vorfall ereignete sich im Westen Berlins an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Der Lastwagen sei am Breitscheidplatz gegen 20 Uhr auf den Gehweg gefahren und dann quer durch den Weihnachtsmarkt. Über Twitter wurden die Berliner von der Polizei aufgefordert, keine Gerüchte zu verbreiten.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sprach von einer dramatischen Situation. „Wir sind in Gedanken bei den Familien“, sagte Müller vor Ort. Alle Einsatzkräfte seien vor Ort. Das Universitätsklinikum Charité sei vorbereitet zur Aufnahme der vielen Verletzten.

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Kampanile Medienagentur