Sorge auch wegen möglicher Ausweisung von Einwanderern

Nach Trump-Sieg: Papst beklagt Polarisierung in den USA

Mit Blick auf die drohende Ausweisung von Millionen illegalen Einwanderern aus den USA hat Papst Franziskus den Beitrag der spanischsprachigen Bevölkerung zum gesellschaftlichen Leben in den Vereinigten Staaten gewürdigt. Zugleich beklagte der Papst eine wachsende Polarisierung der US-Gesellschaft.

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Die VIDEO-BOTSCHAFT des Papstes auf dem Youtube-Kanal des Vatikans.

„Die Kirche hat in eurem Land in ihrer Geschichte immer wieder neue Wellen von Immigranten willkommen geheißen und integriert“, sagte Franziskus in einer Videobotschaft an die Bischöfe der USA, deren Vollversammlung derzeit tagt. Der designierte US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, zwei bis drei Millionen Menschen ohne gültige Dokumente schnell auszuweisen.

Papst: US-Christen sollen Begegnungen fördern

Nach Trumps Sieg bei der Präsidentschaftswahl beklagte der Papst eine Polarisierung der amerikanischen Gesellschaft. Die Kirche habe nun die Aufgabe, eine Kultur der Begegnung zu fördern sowie die Menschen zu ermutigen, den Reichtum ihrer Traditionen und Kulturen zu teilen. Christen müssten versuchen, Brücken zu bauen.

Zuwanderer hätten in der „reichen Vielfalt ihrer Sprachen und kulturellen Traditionen das sich ständig wandelnde Antlitz der amerikanischen Kirche geprägt“. Franziskus rief die katholische Kirche in den USA auf, nach Möglichkeiten zu suchen, die wachsende Zahl an „Hispanics“ zu integrieren und ihr Potenzial zu nutzen.