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„Katholisch in Recklinghausen“ heißt das Netzwerk-Projekt, das auf zunächst ein Jahr angelegt ist. Wer dabei ist.
„Wir sind die Mitte, in der die Fäden zusammenlaufen“, beschreibt Pastoralreferentin Katharina Müller die Aufgabe des neu gewählten Stadt-Teams. Gemeinsam mit den Ehrenamtlichen Nicole Stobberg und Beatrix Becker sowie ihrem Kollegen Matthias Grammann bildet sie für zunächst ein Jahr das Team des Netzwerks „Katholisch in Recklinghausen“.
Dabei versteht sich das Stadt-Team nicht als klassische Leitung. „Vielmehr geht es darum, ansprechbar zu sein, Verbindungen zu schaffen und Zusammenarbeit neu zu gestalten“, betont Stobberg. Das Netzwerk setze auf ein kooperatives Modell, das Eigeninitiative und Beteiligung fördere.
Viele Akteure vernetzt
Ziel sei, das Miteinander der katholischen Akteurinnen und Akteure in Recklinghausen weiterzuentwickeln. Zum Netzwerk gehören neben den drei Pfarreien und ihren Einrichtungen auch Institutionen wie die Familienbildungsstätte, die Ehe-, Familien- und Lebensberatung, die Krankenhaus-, Schul- und Telefonseelsorge, die Caritas, der Sozialdienst katholischer Frauen und das Hospiz. „Mir ist wichtig, dass sich auch Verbände aktiv beteiligen“, sagt Becker, seit vielen Jahren im Kolpingverband engagiert.
Das Netzwerk will die Kirche in Recklinghausen offen ausrichten. „Wir wollen keine Kirche, die um sich selbst kreist, sondern eine Stadtkirche, die Vielfalt widerspiegelt und Lust auf die Botschaft des Evangeliums macht“, sagt Stobberg. Potenziale sollen stärker genutzt und neue Wege gemeinsam erprobt werden.
Offen für weitere Partner
Ein zentrales Anliegen des Stadt-Teams ist, Begegnungen zu ermöglichen und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. „Wenn sichtbar wird, wer wofür ansprechbar ist, entsteht echte Vernetzung“, erklärt Grammann.
Das Netzwerk soll daher als Plattform dienen, auf der Ideen entstehen, Kräfte gebündelt und Projekte gemeinsam umgesetzt werden können, etwa durch eine abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit oder gemeinsame Aktionen. „Wir wollen Bewährtes erhalten, aber insgesamt größer denken“, ergänzt Becker und verweist beispielhaft auf die „Hütte der guten Taten“ beim Weihnachtsmarkt.
Zugleich will das Netzwerk über die eigene Struktur hinauswirken. Ziel sei, sich mit weiteren Partnern in Recklinghausen zu vernetzen und gemeinsam für die Menschen zu wirken.
Ein Jahr Probezeit
Die Arbeit beginnt bewusst als Lernprozess: Das Netzwerk wird zunächst für ein Jahr erprobt. Dabei setzt das Team auf Pragmatismus und Offenheit. „Einfach machen, ausprobieren und weiterentwickeln. Wir fangen nicht bei Null an“, beschreibt Stobberg.
Dieses Vorgehen soll helfen, neue Formen des Miteinanders zu entwickeln und Strukturen wachsen zu lassen. „Wir möchten Identität stiften, verbinden statt trennen und ein stabiles Netzwerk schaffen, das Menschen trägt“, sagt Müller.
Alle Interessierten sind zu einem ersten Perspektivtag am Samstag, 4. Juli, von 9.30 bis 13 Uhr in den Garten der Religionen eingeladen. Eine Anmeldung ist erforderlich: stadt-team(at)katholisch-recklinghausen.de.