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Fast 100.000 Unterstützer für "OutInChurch" gegen Diskriminierung queerer Menschen

Neuauflage von #liebegewinnt: Wieder Segnungsgottesdienste am 10. Mai

  • Die Verantwortlichen der Initiative #liebegewinnt planen erneut Segnungsgottesdienste für Paare jedweder sexuellen Orientierung rund um den 10. Mai.
  • Bei der ersten Aktion 2021 hatte es bundesweit rund 100 solcher Gottesdienste gegeben.
  • Derweil haben mehr als 93.000 eine Online-Petition von "OutInChurch" gegen die Diskriminierung queerer Menschen in der Kirche unterzeichnet.
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Die Verantwortlichen der Initiative #liebegewinnt planen erneut Segnungsgottesdienste für Paare jedweder sexuellen Orientierung rund um den 10. Mai. Auf Facebook rief die Gruppierung dazu auf, entsprechende Gottesdienste auf der Homepage liebegewinnt.de einzutragen: "Und gerne nicht nur in Deutschland, sondern überall, wo Liebe gesegnet wird".

Nach den über 100 Segnungsgottesdiensten im vergangenen Jahr habe es viele Anfragen nach einer Wiederholung gegeben, schreiben die Initiatoren weiter. "Wir sind sicher: Es geht noch mehr. Denn da ist noch viel offen. Und da ist viel Liebe, die gesegnet ist."

Mehr als 93.000 unterstützen "OutInChurch"

Die Initiative #liebegewinnt hatte sich nach dem erneuten römischen Verbot von Segnungsfeiern für homosexuelle Paare im Frühjahr 2021 gegründet. Sie versteht sich zum einen als Protest gegen diese ablehnende Haltung des Vatikans, zum anderen als Zeichen der Solidarität mit queeren Menschen.

Zuletzt hatten sich vor zwei Wochen mehr als 100 queere kirchliche Mitarbeitende bei der Aktion "OutInChurch" dazu bekannt, nicht heterosexuell zu sein. Eine begleitende Online-Petition haben seitdem mehr als 93.000 Menschen unterzeichnet. 

Homosexualität ist Thema der Synodalversammlung

Die Ankündigung erfolgt zum Start der dritten Vollversammlung des Synodalen Wegs, des Reformprozesses der katholischen Kirche in Deutschland. Die Arbeitsgruppe zur Sexualmoral will bei dem Treffen in Frankfurt unter anderem ein Papier für die Segnung homosexueller Paare vorlegen.

Bislang betrachten viele Bischöfe solche Segnungen als Gewissensfrage der einzelnen Seelsorger. Die Mitglieder des Forums setzen nun darauf, dass die Synodalversammlung sich dem Ruf nach einer transparenten Regelung anschließt. 

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