Hilfe bei Integration und in Notfallsituationen

Neue App „RefuShe“ für geflüchtete Frauen

Als erstes Bundesland bietet Nordrhein-Westfalen geflüchteten Frauen mit einer speziellen App Hilfe bei der Integration an. Die App „RefuShe“ informiert über Lebensweise und Gesellschaft in Deutschland sowie über Hilfsmöglichkeiten in einem Notfall, wie Emanzipationsministerin Barbara Steffens (Grüne) am Montag in Düsseldorf erläuterte. Bis auf örtlichen Angaben etwa zu Anlaufstellen seien die Inhalte bundesweit nutzbar.

Die App „RefuShe“ will geflüchteten Frauen etwa aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak Orientierung geben. „Wir wollen ein Bewusstsein dafür vermitteln, dass sie hier frei und gleichberechtigt leben können“, sagte Steffens. Neben der Vorstellung von Grundwerten wie Gleichstellung und Selbstbestimmung bietet die App Kontaktdaten von Frauenberatungsstellen und Hilfeeinrichtungen, ergänzt um eine Navigationsfunktion, sowie Notrufnummern.

Die App steht in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch und Paschtu zur Verfügung, ist für Android-Smartphones konzipiert und kann über den Google-Store heruntergeladen werden. Mit einer App sind die Frauen nach Einschätzung von Steffens besser zu erreichen als etwa mit einer Broschüre, denn über 80 Prozent der Geflüchteten nutzten vor allem über Smartphones das Internet.