Erstes Angebot dieser Art im Oldenburger Land

Neue Jugendkirche in Cloppenburg ist eröffnet

Die 50 Jahre alte St. Josef Kirche in Cloppenburg ist seit diesem Wochenende die erste Jugendkirche im Oldenburger Land. 350.000 Euro standen für die Umbaumaßnahmen zur Verfügung. Etwa zwei Drittel dieser Summe hatte der Kirchensteuerrat des Offizialatsbezirks als Zuschuss bewilligt, den Rest muss die zuständige Kirchengemeinde St. Andreas aufbringen. Den ganzen Samstag fanden in der Kirche Aktionen statt. Schon am Vorabend hatte das Programm in der Kirche begonnen, 25 Jugendliche übernachteten hier mit Kaplan Michael Bohne. Der Tag schloss mit einem Jugendgottesdienst und einem Konzert der Cloppenburger Indie-Rockband „Nimmer“. 

Auffälligstes Element der neuen Jugendkirche sind 400 neue Stühle. Von den alten Bänken sind nur wenige in der Kirche verblieben. Einige wurden zu Verkleidungen der Orgel und zur Umgestaltung der Beichtstühle zu Lagerbereichen verbaut. Der Umbau besteht vor allem im Einbau neuer Technik: Eine neue Lautsprecheranlage, die Konzerthallenatmosphäre erzeugt, ein leistungsstarker Video-Projektor über dem Haupteingang, der auf eine elektrisch ausfahrbare Leinwand hinter dem Priestersitz ausgerichtet ist, eine Laseranlage mit 17 Strahlern und vier Spots im Chorraum der Kirche, eine neue Beleuchtung der Kreuzscheibe und die Umrüstung der alten Pendelleuchten. Die neuen Leuchten haben die doppelte Helligkeit und benötigen trotzdem nur noch ein Drittel der bisherigen Energie.

Erste Besucher sind begeistert

Am Samstag kamen Jugendliche in die Kirche – staunend, strahlend, lachend, begeistert. „Cool, super“ war immer wieder zu hören, berichtet die bischöfliche Pressestelle in Vechta. Draußen gab es Getränke und Stockbrot am offenen Feuer, drinnen eine große Traverse zum Klettern, eine Chill-Out Lounge, einen Raum der Stille in der alten Taufkapelle, Spieleaktionen, Filme und Musik. Auch viele Erwachsene wollten sehen, wie sich ihre Kirche verändert hatte. 

Die Jugendkirche soll allen Jugendgruppen offenstehen, sagte Schulseelsorger Manfred Quatmann. Eingeladen sind nicht nur kirchliche Gruppen und Verbände, sondern auch Schulen. Jeden Monat sind mehrere Veranstaltungen geplant – Liturgie, Theater, Konzerte oder Filme. Quatmann würde sich freuen, wenn die Kirche auch von Gruppen aus der Region benutzt würde. „Dafür brauchen wir die Unterstützung des Offizialats in Vechta“, meinte er.

Kooperation mit Verbänden und Schulen ist erwünscht

„Ich finde es klasse, dass die Kirchengemeinde St. Andreas ihre Jugendlichen nicht in Kellerräume verbannt, sondern eine komplette Kirche dafür herrichtet“, zollte Stefan Honsel, Mitarbeiter der Jugendseelsorge des Bischöflich Münsterschen Offizialats, den Verantwortlichen in Cloppenburg seinen Respekt. Die Kirchengemeinde habe eine große Vorleistung erbracht. „Die St. Josef Kirche bietet jetzt alle Voraussetzungen für verschiedene Veranstaltungen“. Jetzt hänge der Erfolg des Projekts von starken Kooperationspartnern wie Verbänden und Schulen ab.