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Chefredakteurin Annette Saal über Vorteile sozialer Netzwerke

Neue Medien helfen gegen alte Plagen

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Medien bringen doch nur schlechte Nachrichten, und in sozialen Netzwerken werden vor allem Aufreger-Themen gepusht - ein verbreiteter Vorwurf. Dabei kann das bei manchem Thema sogar hilfreich sein. Annette Saal findet, im Kampf gegen weltweite Missstände sollten Hilfswerke und Kirchenvertreter Medien noch zielgerichteter einsetzen.

Seuche, Sklaverei, Piraterie – das hört sich nach finsterstem Mittelalter an. Doch leider haben wir es auch in unseren Zeiten mit diesen und anderen Katastrophen zu tun. Die Seuche heißt jetzt Corona-Pandemie, die Sklaverei Ausbeutung, und die Piraterie ereignet sich, wie jüngst über Belarus erlebt, zum allgemeinen Entsetzen auch in der Luft.

Doch glücklicherweise stehen heute durch einen klugen Einsatz von Medien wirkungsvolle Möglichkeiten zur Verfügung, auf Missstände in der Welt hinzuweisen und sie dadurch zu bekämpfen. Dabei spielen auch die Kirchen als beharrliche Mahner für Menschenwürde und Demokratie eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Hilfswerke informieren über Missstände

So hat die Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche in Deutschland, Petra Bosse-Hube, umgehend und öffentlich die sofortige Freilassung des Bloggers Roman Protasewitsch und aller politischen Gefangenen in Belarus gefordert – mit deutlichen Worten: „Die Entführung (...) offenbart die erschreckende Unerbittlichkeit, mit der das Regime all diejenigen verfolgt, die sich in Belarus für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einsetzen.“

Auch die katholischen Hilfswerke nutzen die Medien nicht nur, um Geld zu sammeln, sondern auch, um zu informieren. So mahnt „Caritas international“ immer wieder eine fairere Verteilung von Corona-Impfstoffen in der Welt an. Und das Hilfswerk Missio will mit dem neuen Schwerpunkt der Aktion „Schutzengel“ auf Ausbeutung und Sklaverei in vielen Ländern aufmerksam machen.

Soziale Medien schaffen Öffentlichkeit

Im Gegensatz zu früher, als man menschenverachtendem Handeln nahezu schutzlos ausgeliefert war, bietet die digitalisierte Welt neue, effiziente Möglichkeiten: Die sozialen Medien schaffen Öffentlichkeit – auch im guten Sinn. Das gilt es zu beachten, wenn manche Zeitgenossen lediglich die Nachteile von Instagram, Facebook und Co. als Zeiträuber und Mittel zur Selbstdarstellung ins Feld führen.

Auch die Kirche sollte die sozialen Medien noch stärker nutzen, um unhaltbare Zustände aufzuspüren und zu bekämpfen. Durch ihre weltweite Verbreitung bieten sich viele Möglichkeiten – ein im wahrsten Sinn des Wortes katholisches Engagement!

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