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Die 25-Jährige ist eine von acht Personen, die am 28. September zu Pastoralreferenten im Bistum Münster beauftragt werden. Ein Porträt.
Wenn Mirjam Hamacher von ihrem Beruf erzählt, blitzen ihre Augen immer wieder begeistert auf. Etwa, wenn es um das Team in der Emmericher Seelsorgeeinheit St. Christophorus/St. Johannes der Täufer geht, mit dem sie sich so gut versteht. Oder wenn sie auf die Arbeit in der Vorbereitung auf die Erstkommunion und die Firmung zu sprechen kommt. Und die Begegnung mit vielen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. „Ich bereue meine Berufsentscheidung nicht“, sagt die 25-Jährige überzeugt.
Seit Anfang August ist Mirjam Hamacher Pastoralreferentin in der Seelsorgeeinheit – die sie allerdings schon gut kennt. Denn auch ihre Ausbildungszeit hat sie als Pastoralassistentin in Emmerich absolviert. „Ich bin froh, dass ich weiter hier in diesem eingespielten Team bleiben kann“, sagt die gebürtige Grietherin, die mittlerweile mit ihrem Partner in Huisberden ein neues Zuhause gefunden hat.
Im Büro Kontakt mit Menschen
Mit der Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, wenn zum Beispiel die Brücke gesperrt ist. Sie lächelt: „Lieber bin ich aber im Büro, weil ich da einen unmittelbaren Kontakt zu den Menschen habe und man auch spontan ins Gespräch kommen kann.“ Denn auch das Reden und vor allem das Zuhören gehört zu ihrer Aufgabe. „Ich spüre, dass viele Menschen den Wunsch nach Seelsorge haben“, sagt Mirjam Hamacher.
Da kann es durchaus zur Herausforderung werden, Privat- und Arbeitsleben gut aufeinander abzustimmen, denn oft hat sie Termine mit Ehrenamtlichen in den Abendstunden. „Meistens ist mein Freund auch erst später zuhause, daher passt das“, sagt sie. Trotzdem schafft die 25-Jährige es, in ihrem Heimatdorf Grieth als Vorstandsmitglied die Geschicke es Karnevalsvereins mitzulenken, die Große Garde zu trainieren und auch selbst auf der Bühne zu stehen. Freizeitgestaltung und Treffen mit Freunden sind für Mirjam Hamacher ein wichtiger Ausgleich zum Berufsleben.
Warum für die Kirche?
In Gesprächen, weiß sie, wird sie ab und zu auch kritisch angesprochen, warum sie ausgerechnet für die Kirche arbeitet. „Für mich steht die Kirche für Gemeinschaft, Offenheit und Liebe“, betont sie – ohne zu übersehen, dass es auch Grund für berechtigte Kritik gibt. „Wenn ich für die Kirche arbeite, dann kann ich auch gegen das arbeiten, was ich nicht gut finde“, erklärt sie, „und es gehört auch dazu, sich selbst immer wieder zu hinterfragen.“