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Mehr als 200 Teilnehmer beten für Frieden

Neuenkirchen: Lichterkette als Zeichen nach Anschlag in Berlin

Mit einer Lichterkette haben am Dienstagabend mehr als 200 Menschen in Neuenkirchen ein Zeichen für den Frieden gesetzt - gerade nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin. 

Mehr als 200 Neuenkirchener waren am Dienstag zur St.-Anna-Pfarrkirche gekommen, um dort mit Gebeten und Kerzen für den Frieden einzutreten. Einen Tag nach dem schrecklichen Anschlag in Berlin, bei dem ein Lastwagen über den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche raste, wollten sie zusammen ein Zeichen setzen.

Die Idee zu dieser Lichterkette hatte Pfarrer Markus Thoms: „Mir gingen die schrecklichen Bilder aus der Hauptstadt nicht aus dem Kopf.“ Der Pfarrer von St. Anna konnte das Geschehene nicht einfach so stehenlassen, wollte etwas tun. Nach einem Telefonat mit seinem evangelischen Mitbruder Dietrich Wulf stand fest: Die beiden Kirchengemeinden laden zum Friedensgebet vor der katholischen Pfarrkirche ein.
Pfarrer Thoms: „Wir haben heute Abend nur unser Gebet“

Viele Familien mit Kindern, aber auch ältere Neuenkirchener versammelten sich dort, unter ihnen Bürgermeister Franz Möllering. Auch Thorsten Laumann hatte sich mit seinen beiden Töchtern auf den Weg gemacht: „In solch schwierigen Zeiten ist es wichtig, ein Zeichen für den Frieden zu setzen – und das wirkt nur gemeinsam“, sagte der Familienvater: „Wir fanden es gut, dass die Pfarrei St. Anna so schnell eine Aktion organisiert hat. Für uns war sofort klar, dass wir dabei sind.“

Große Reden wurden bewusst nicht gehalten. Zu groß war die Fassungslosigkeit über die furchtbare Tat. Pfarrer Thoms: „Wir haben heute Abend nur unser Gebet.“ Als Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen in Berlin bat er die Neuenkirchener, die Lichter am Abend vor ihre Haustüren oder in die Fenster zu stellen.

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