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Bischof Heiner Wilmer wechselt von Hildesheim nach Münster. Emotional wendet er sich an die Gläubigen, die er verlässt.
Bischof Heiner Wilmer bittet die Menschen im Bistum Hildesheim um Verständnis dafür, die Wahl zum Bischof von Münster angenommen zu haben. „Ich war und bin gern Bischof von Hildesheim“, schreibt Wilmer in einem Brief, der am Palmsonntagswochenende in den Gemeinden seiner jetzigen Diözese verlesen wurde. Es falle ihm „alles andere als leicht“, den Dienst in Hildesheim abzugeben.
Er habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und bitte Gläubige und Mitarbeitende „inständig um Ihr Verständnis“. Papst Leo XIV. und alle Beteiligten hätten „meine Wahl im Wissen um meine Situation getroffen“, schreibt Münsters künftiger Bischof: „In diesem Ruf liegt ein Ernst, dem ich nicht ausweichen kann.“
Wilmer leitet nicht nur die Diözese Hildesheim, sondern seit Februar auch als neuer Vorsitzender die Deutsche Bischofskonferenz. Seinen Wechsel nach Münster hatte er bei seiner dortigen Vorstellung ähnlich begründet.
Wilmer dankt Menschen im Bistum Hildesheim
Der Hildesheimer Bischof schreibt, bei „vielen Begegnungen im Bistum“ habe er „gespürt, wie eng viele Menschen sich mit mir verbunden fühlen“. Auch Reaktionen und Unterstützung aus dem Bistum nach seiner Wahl an die Bischofskonferenz-Spitze hätten ihn „angerührt“.
Er könne „gut nachvollziehen, wenn viele nun traurig, vielleicht auch enttäuscht sind, wenn ich das Bistum verlasse“. Ihm selbst war bei seiner Ansprache am Donnerstag im Dom in Münster kurz die Stimme gebrochen, als er die Menschen in seiner jetzigen Diözese erwähnte.
Trotz „unterschiedlicher Meinungen, Spiritualitäten und kultureller Prägungen sind wir im Bistum in einem guten Miteinander unterwegs“, betont der Hildesheimer Bischof. Das sei „nicht einfach selbstverständlich. Dafür bin ich zutiefst dankbar.“
Wilmer: Hildesheim ist gut aufgestellt
Er habe in den Gemeinden „viele engagierte Ehrenamtliche kennengelernt“. In den Einrichtungen, den überpfarrlichen Strukturen, den Schulen, bei der Caritas und in der Verwaltung „haben wir hochkompetente hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Die Gremien auf Bistumsebene seien „stark besetzt“.
Wilmer ermutigt, er wisse „das Bistum Hildesheim in allen unvermeidlichen Umbrüchen und Veränderungen gut aufgestellt“. Das Domkapitel werde die anstehende Sedisvakanz und Bischofsneuwahl „in guter Weise“ gestalten.
Große Dankbarkeit bei Heiner Wilmer
Der Bischof äußert die Hoffnung, viele Menschen im Bistum Hildesheim vor seinem Abschied noch einmal persönlich zu treffen: „In jedem Fall danke ich Ihnen allen für Ihr Engagement, Ihr Mitfiebern und Ihre Leidenschaft. In Christus bleiben wir in der einen großen Gemeinschaft der Kirche verbunden.“ Wilmer beschließt den Brief in „aufrichtiger Dankbarkeit und mit herzlichen Segenswünschen“.
Bischof von Hildesheim bleibt der künftige Bischof von Münster bis zu seiner Einführung am 21. Juni. Dann wird der Hildesheimer Bischofssitz vakant. Einen Nachfolger wählt das Domkapitel – ähnlich wie jenes in Münster – nach den Vorgaben des Preußenkonkordats. Dieser 1929 geschlossene Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Preußen gilt in Bistümern weiter, die auf früher preußischem Gebiet liegen.