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Erzbischof Hubertus van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland. Wie sieht er seine Aufgabe, wie geht er sie an, was kennt er vom Land?
Der ernannte Botschafter des Papstes, Erzbischof Hubertus van Megen, freut sich auf seine Zeit in Deutschland und will zunächst zuhören. Man müsse die Menschen "von innen heraus verstehen", sagte er bei "Vatican News". Es gehe "nicht so sehr um große theologische Diskussionen. Es geht vielmehr um die Emotionen, die dahinterstehen." Er wolle mit dem Herzen verstehen, wie Menschen Kirche und Gott erleben.
Als Apostolischer Nuntius in Deutschland ab Frühsommer sieht van Megen sich als eine Art Mediator zwischen Lokal- und Universalkirche. Er stammt aus Kerkrade im niederländisch-deutschen Grenzgebiet, so sei Deutschland ihm nicht fremd: "Ich bin beinahe jeden Tag über die Grenze gekommen, schon als Kind. Ich war auch oft in Aachen, in der Eifel und in vielen anderen Städten und Orten in Deutschland." Die deutsche Sprache habe er weniger studiert, er kenne sie aus Radio, Fernsehen und von der Straße.
Was van Megen an Afrika schätzt
Van Megen hat als Vatikan-Diplomat viele Jahre in Afrika verbracht. Seit 2010 war er zunächst in Malawi, Sambia, im Sudan, in Eritrea, zuletzt im Südsudan und in Kenia eingesetzt.
Afrika zu verlassen, falle ihm nicht leicht, sagte er: "Ich bin immer gerne in Afrika gewesen, vielleicht auch, weil der Kontinent so voller Farben ist, so voller Leben, so voller Kinder, so voller Energie - in einer Weise, wie wir uns das in Europa beinahe nicht mehr vorstellen können."