Bistumsarchiv zeigt Ton- und Filmdokumente über Kardinal von Galen

Neuer Von-Galen-Gedenkraum in Münster

Neu präsentiert sich der Von-Galen-Gedenkraum im Bistumsarchiv Münster. Bischof Felix Genn wird ihn am 17. Dezember eröffnen. Der Raum im so genannten Galenschen Konvikt dokumentiert die enge Verbundenheit des Gebäudes an der Georgskommende 19 zur Familie von Galen. Aus ihr gingen die Bischöfe Christoph Bernhard (1650-1678), Maximilian Gereon (1895-1908) und Clemens August (1933-1946) hervor.

In der neu konzipierten Dauerausstellung werden persönliche Exponate der drei Bischöfe gezeigt, darunter Gewänder aus dem 17. Jahrhundert, das Wappenschild der Familie von Galen und verschiedene kostbare Exponate von Kardinal Clemens August von Galen, darunter seine weinroten Kardinalsschuhe und seinen rot-goldenen Kardinalshut. Präsentiert wird auch das berühmte Galen-Gemälde von Wilhelm Lautenbach.

Digitale Präsentation alter Dokumente

Über einen Touch-Screen werden viele Text-, Ton- und Filmdokumente digital präsentiert. Darüber erhalten die Besucher viele Informationen über die Familie von Galen und besonders über den Kardinal, der als Bischof mutige Predigten gegen die Euthanasie-Morde in der Zeit der Nazi-Diktatur hielt. „Ein Booklet erklärt zudem alle Ausstellungsstücke des Gedenkaums“, sagt der Leiter des Bistumsarchivs, Heinz Mestrup.

Er wünscht sich eine gute Resonanz auf die Ausstellung. Der Gedenkraum ist für jedermann zu den Öffnungszeiten des Bistumsarchivs zugänglich. Gruppen können auch einen gesonderten Termin für eine Besichtigung vereinbaren. Informationen dazu erteilt das Bistumsarchiv unter Telefon 0251/495518.