Entscheidung frühestens im Januar

Noch kein Lettmann-Platz in Münster: Zuständigkeit unklar

Die Benennung eines Platzes in Münster nach dem verstorbenen Bischof Reinhard Lettmann ist vertagt. Derzeit ist unklar, wer die Entscheidung treffen darf. Die Bezirksvertretung Münster-Mitte hatte sich beschwert.

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Die Benennung eines Platzes in Münster nach dem verstorbenen langjährigen Bischof Reinhard Lettmann ist vertagt. Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats nahm die Entscheidung am Mittwochabend von der Tagesordnung seiner Sitzung. Grund ist die Unklarheit darüber, welches Gremium für die Entscheidung zuständig ist. Das prüft nun die Stadtverwaltung.

Ursprünglich sollte der Haupt- und Finanzausschuss entscheiden, ob ein Teil des Überwasserkirchplatzes – zwischen den Straßen Spiekerhof und Spiegelturm – den Namen Reinhard-Lettmann-Platz erhält. Bei einer Anhörung in der Bezirksvertretung für den Stadtbezirk Münster-Mitte am Dienstag hatte diese das Verfahren kritisiert.

Hat der Platz nur „bezirkliche Bedeutung“?

Joachim Schiek, Sprecher der Stadtverwaltung, erläuterte am Donnerstag auf Anfrage von „Kirche-und-Leben.de“, eine Bezirksvertretung sei für die Umbenennung von Straßen „mit bezirklicher Bedeutung“ zuständig. Die Bezirksvertreter hatten argumentiert, der Platz, ein recht kurzes Straßenstück, habe keine wesentliche Bedeutung über den Stadtbezirk hinaus. Die Verwaltung verwies auf die stadtweite Bedeutung des Namensgebers Lettmann und hielt einen Ausschuss des Rats für zuständig.

Nun werde – vermutlich im Katasteramt – geprüft, welche Kriterien für eine bezirkliche Bedeutung einer Straße sprechen, so Stadt-Sprecher Schiek. Er nimmt an, dass ein Ergebnis bis zur nächsten oder übernächsten Sitzung der Bezirksvertretung vorliegt. Sie kommt am 23. Januar und am 20. Februar 2018 wieder zusammen – und weiß dann vermutlich, ob sie an dem Tag selbst über die Umbenennung entscheiden darf oder nicht.

CDU-Ratsherr Richard-Michael Halberstadt begrüßt die Prüfung. „Wir wollen ja nicht, dass die Umbenennung an einer rechtlichen Frage scheitert“, sagte er am Donnerstag im Gespräch mit „Kirche-und-Leben.de“. Nach Worten von Halberstadt stammt der Antrag, einen Platz nach Reinhard Lettmann zu benennen, unter anderem von ihm.

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