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Kosten durch Spenden bereits mehr als gedeckt

Notre Dame wohl bis 2024 restauriert – Brand vor zwei Jahren

  • Die Restaurierung der durch Feuer schwer beschädigten Pariser Kathedrale Notre Dame soll wie geplant 2024 beendet sein.
  • Der Chef der öffentlichen Baukörperschaft für Notre Dame sagt, beim Hochamt zur Wiedereröffnung werde die Kathedrale bezugsbereit sein, vor allem oben könne es noch etwas dauern.
  • Die Kosten sind durch Spenden bereits mehr als gedeckt.
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Die Restaurierung der vor zwei Jahren durch einen Brand schwer zerstörten Pariser Kathedrale Notre Dame soll wie geplant 2024 beendet sein. Das sagte der pensionierte General Jean-Louis Georgelin (72), Beauftragter von Präsident Emmanuel Macron für den Wiederaufbau, der „Süddeutschen Zeitung“. Beim Hochamt zur Wiedereröffnung werde die Kathedrale bezugsbereit sein, außen und vor allem oben könne es noch etwas dauern, so der Chef der öffentlichen Baukörperschaft für Notre Dame.

Am 15. April 2019 war die Kathedrale im Herzen von Paris in Flammen aufgegangen. Der Dachstuhl verbrannte, der Vierungsturm und Teile des Gewölbes stürzten ein. Präsident Macron kündigte einen Wiederaufbau binnen fünf Jahren an. Die Kosten für die Wiederinstandsetzung sind dank der Spenden von hunderten Millionen Euro mehr als gedeckt. Allerdings verzögern sich die Arbeiten wegen hoher Bleibelastung und der Corona-Krise.

Tausende Eichen für den Dachstuhl

Für den Wiederaufbau des mittelalterlichen Dachstuhls über Chor und Längsschiff sowie für das Querschiff und für die Dachreiter mit der Turmspitze aus dem 19. Jahrhundert werden jeweils tausend Eichen nötig sein, so die „Süddeutsche Zeitung“. Die ersten 30 Meter hohen und bis zu 300 Jahre alten Bäume seien bereits in französischen Staatsdomänen gefällt worden. In den Steinbrüchen um Paris werde nach geeigneten Kalkfelsreserven aus dem 40 Millionen Jahre zurückliegenden „Lutetia“-Zeitalter gesucht.

Im März entschied die französische Kommission für Denkmalpflege, das ganze Gebälk solle, „soweit operationell vertretbar“, Stück für Stück originalgetreu nachgebaut werden. In Notre Dame entstehe so ein wahres Laboratorium des mittelalterlichen Dachstuhlbaus, sagte der Historiker Frédéric Epaud. Die Dachkonstruktion habe über dem Chor um 1185 begonnen, sei im Längsschiff um 1225 fortgesetzt und zehn Jahre später im Chor nachgebessert worden.

Pläne für das Viertel rund um Notre Dame

Die Stadtverwaltung plant, das Viertel auf der Seine-Insel rund um Notre Dame neu zu beleben. Die Erzdiözese Paris spricht sich dafür aus, „etwas mehr Ordnung auf dem Vorplatz und seinem Gewusel aus Touristen, Warteschlangen, Kirchgängern, fliegenden Händlern und Gauklern“ zu schaffen. Aber ohne „den Platz autoritär abzuriegeln wie das Gelände vor dem Eiffelturm“, so Patrick Chauvet, Rektor der Kathedrale.

Sollte der Stadtrat die Umgestaltung genehmigen, will die Stadtregierung eine internationale Ausschreibung lancieren mit einem Budget von 50 Millionen Euro. Vorgesehener Baustart wäre 2024, nach Wiedereröffnung von Notre Dame.

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