Information aus dem Umfeld der zuständigen Kommission

NRW-Bistümer begrenzen sachgrundlos befristete Arbeitsverträge

Die fünf katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen wollen Arbeitsverträge mit sachgrundloser Befristung begrenzen. Künftig sollen in kirchlichen Einrichtungen mit mindestens 75 Mitarbeitern höchstens 2,5 Prozent der Arbeitsverträge sachgrundlos befristet werden können, meldet das Internetportal katholisch.de. Es beruft sich auf Kreise der zuständigen Arbeitsvertragskommission.

Der Vermittlungsausschuss der regionalen Kommission zur Ordnung des diözesanen Arbeitsvertragsrechts (Regional-KODA NW) beschloss den Angaben zufolge die Neuregelung am 18. Juli. Demnach soll die zulässige Höchstdauer der Befristung von 24 auf 18 Monate verringert werden.

Gültig ab dem 1. Januar 2019

Die Regelung gelte ab dem 1. Januar 2019 so lange, bis neue bundesgesetzliche Regelungen zur sachgrundlosen Befristung in Kraft treten. Davon unabhängig besteht die Möglichkeit einer befristeten Anstellung durch einen „sachlichen Grund“, etwa in einem Vertretungsfall.

Das Grundgesetz räumt den Kirchen das Recht ein, ihre arbeitsvertraglichen Angelegenheiten selbst zu regeln. Darüber befinden Kommissionen, die durch Dienstgeber und -nehmer paritätisch besetzt sind. Streiks sind ausgeschlossen. In NRW bestehen die Bistümer Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn.

Eichstätt will gar nichr mehr sachgrundlos befristen

Unterdessen kündigte das Bistum Eichstätt an, als Dienstgeber keine sachgrundlos befristeten Arbeitsverträge mehr abschließen zu wollen. Mit dieser Entscheidung der Ordinariatskonferenz sollten neuen Mitarbeitern längerfristige Perspektiven für ihren Arbeitsplatz gegeben werden, hieß es. Auch werde darauf gesetzt, Stellen für potenzielle Bewerber damit attraktiver zu machen.