Zweimal Havixbeck, einmal Reken, einmal Rheine

NRW-Inklusionspreis: Vier Projekte aus dem Bistum nominiert

Für den Inklusionspreis des Landes Nordrhein-Westfalen sind auch vier Projekte mit katholischer Beteiligung aus dem Bistum Münster nominiert. Zwei stammen aus Havixbeck, eines aus Reken und eines aus Rheine. Die Preise werden am 6. Juli in der Halle Münsterland in Münster vergeben, teilte das NRW-Sozialministerium mit.

Nominiert in der Kategorie „Partizipation“ ist das „Wahlbüro Tilbeck“ aus Havixbeck im Kreis Coesfeld. Die dauerhafte Arbeitsgruppe in der politischen Gemeinde unter Beteiligung der katholisch getragenen Einrichtung „Stift Tilbeck“ befasst sich mit politischen Themen und berücksichtigt besonders die Anliegen von Menschen mit Beeinträchtigungen. Bereits von 2013 bis 2015 und 2017 hatten sich Projektgruppen mit damals bevorstehenden Wahlen beschäftigt, hieß es.

Inklusionsbetrieb und Kulturführer

In der Kategorie „Arbeit und Qualifizierung“ ist der Inklusionsbetrieb „Varia“ des Stifts Tilbeck nominiert. Dort finden Menschen mit und ohne Behinderung einen inklusiven Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Das Projekt zeige, dass inklusiv ausgerichtete Betriebe am Markt bestehen könnten. Dazu trage ein flexibles Dienstleistungsangebot zur Inklusion bei, ferner der Abbau vorhandener Barrieren im Arbeitsleben.

In der Kategorie „Barrieren abbauen – Zugänge schaffen“ ist der inklusive Kulturführer für das Münsterland nominiert, den der katholisch getragene Benediktushof in Reken-Maria Veen im Kreis Borken herausgibt. Mit einer Checkliste wurden Kulturangebote im Münsterland auf Barrierefreiheit untersucht. Ergebnisse sind auf der Internetseite www.kulturführer-münsterland.de und in einer Broschüre zu finden. Zudem werden im Rahmen des Projekts Einrichtungen zur Umsetzung von Barrierefreiheit beraten.

Hauptpreis zum Thema Arbeit

In der Kategorie „Freizeit“ sei die Freizeitgruppe „Die Regenbogentropfen“ nominiert. Dort planen und realisieren Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsame Freizeitaktionen. Die Gruppe ist eine Kooperation der Jugendberatungsstelle und der Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung der Caritas Rheine.

Der Hauptpreis wird 2018 laut Ministerium in der Kategorie Arbeit vergeben. Ausbildung, Arbeit und Qualifizierung seien „zentrale Schlüssel zur Inklusion“, sagte NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU). Menschen mit Behinderung wollten ihr Leben selbstbestimmt gestalten. Arbeit biete dabei gesellschaftliche Teilhabe, schaffe materielle Sicherheit und könne sinnstiftend sein.

24 Projekte nominiert

Hinzu kommen Preise in den Kategorien „Freizeit“, „Schulische, außerschulische und frühkindliche Bildung“, „Partizipation“ und „Barrieren abbauen – Zugänge schaffen“. Insgesamt sind die Preise mit 27.000 Euro dotiert.

24 Projekte sind nominiert, beworben hatten sich 203. Über die Preisträger entscheidet eine Jury aus Fachleuten und Vertretern der Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung.