Interview mit „Kirche+Leben“

NRW-Ministerin Schulze Föcking: Weniger Lebensmittel wegwerfen

Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking will das Wegwerfen von Lebensmitteln verringern. In einem Interview mit der Bistumszeitung „Kirche+Leben“ (Ostersonntag) aus Münster erklärte die CDU-Politikerin, in Deutschland würden jährlich mehrere Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Jedes Gramm sei zu viel.

Wörtlich sagte Schulze Föcking: „Wir müssen unsere Mitmenschen und auch uns selbst sensibilisieren und uns persönlich fragen: Was bedeutet es, dass wir immer auf Lebensmittel in prall gefüllten Regalen der Supermärkte zurückgreifen können?“ Dies fange bei der Erziehung in den Schulen an. „Wenn Kinder schon früh in ihrem Leben Lebensmittel schätzen lernen, werden sie das ein Leben lang tun“, erklärte die Agrarministerin.

„Den Landwirten ist die Natur nicht egal“

Schulze Föcking wies Befürchtungen zurück, durch die schwarz-gelbe Landesregierung könnten die Bestimmungen zur ökologischen Landwirtschaft und zum Naturschutz gelockert werden. Das Gegenteil sei der Fall. Ziel sei es, dem Ökolandbau in Nordrhein-Westfalen Planungssicherheit zu geben, ihn weiter zu entwickeln und die regionale Wertschöpfung zu stärken. Landwirtschaft und Naturschutz seien kein Widerspruch. „Den Landwirten ist die Natur wirklich nicht egal“, unterstrich die CDU-Politikerin.

Sowohl die konventionelle als auch die biologische Landwirtschaft hätten ihren Stellenwert, sagte Schulze Föcking. Beides dürfe nicht gegeneinander ausgespielt werden. Teilweise werde in den Medien ein Gegensatz suggeriert, der nicht vorhanden sei.

Das Interview im Wortlaut lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von „Kirche+Leben“ (Ausgabe 13 vom 1. April 2018). Sie können die Ausgabe einzeln als E-Paper oder im kostenlosen Probeabo hier bestellen.