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150 Christen aus dem Münsterland

Ökumenische Reisegruppe auf Luthers Spuren

150 Christen aus dem Münsterland sind mit Blick auf das 500-jährige Reformationsjubiläum im kommenden Jahr auf den Spuren des Reformators Martin Luther unterwegs gewesen.

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150 Christen aus dem Münsterland sind mit Blick auf das 500-jährige Reformationsjubiläum im kommenden Jahr auf den Spuren des Reformators Martin Luther unterwegs gewesen. Die Teilnehmer aus den evangelischen Kirchenkreise Steinfurt-Coesfeld-Borken, Tecklenburg und Münster sowie die katholischen Kreisdekanate Steinfurt, Coesfeld, Borken und das Stadtdekanat Münster begaben sich in der vergangenen Woche (10. bis 16.10.2016) auf eine ökumenischen Reise zu den Stätten der Reformation. Das berichtet die bischöfliche Pressestelle Münster.

Das fünftägige Programm führte die Gruppe nach Eisenach zur Wartburg, wo Luther das Neue Testament in die deutsche Sprache übersetzt hat und wo auch die Heilige Elisabeth von Thüringen, die Patronin der Caritas, gelebt hat. In Erfurt besichtigten die Teilnehmer das Augustinerkloster, in dem der junge Luther einige Jahre als Mönch gelebt hat. Und in Wittenberg feierten sie in der Stadtkirche, die als Keimzelle der Reformation gilt, einen ökumenischen Gottesdienst mit Superintendentin Meike Friedrich aus Münster und Kreisdechant Markus Dördelmann aus Steinfurt.

 

Neue Herausforderungen

 

In ihrer Predigt ging die Superintendentin auf das protestantische Selbstverständnis in der Tradition Martin Luthers ein, dass der Mensch allein durch den Glauben an Gott gerecht werde. Heute jedoch seien die Menschen mit gänzlich anderen Fragen und Problemen beschäftigt als im 16. Jahrhundert. Zudem hätten sich die evangelische und die katholische Kirche weiter entwickelt und stünden heute vor vielen gemeinsamen Herausforderungen, so die Superintendentin. Die Frage Luthers „Wie kriege ich einen gnädigen Gott?“ stelle sich so nicht mehr. Vielmehr ginge es „für beide Kirchen heute darum, in einfacher Sprache vom eigenen Glauben zu sprechen und Menschen mit Jesus Christus bekannt zu machen“, sagte Friedrich.

Weitere Stationen der Fahrt waren Leipzig und Eisleben. In Leipzig sah die ökumenische Reisegruppe die durch die Montagsgebete bekannte evangelische Nikolaikirche und feierte eine Andacht in der neuen katholischen Propsteikirche St. Trinitatis. In Eisleben, dem Geburts- und Sterbeort von Luther, besuchten die Teilnehmer das Kloster Helfta, in dem die Heilige Gertrud gelebt hat.

Neben Superintendentin Friedrich und Kreisdechant Dördelmann haben auch Superintendent Joachim Anicker aus Steinfurt und Kreisdechant Johannes Arntz aus Coesfeld die ökumenische Reisegruppe begleitet.

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