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Bettina Limperg und Thomas Sternberg freuen sich auf „gelebte Ökumene“

Ökumenischer Kirchentag mit „eucharistischer Gastfreundschaft“

  • Beim 3. Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt soll das Prinzip der „eucharistischen Gastfreundschaft“ gelten.
  • Die Präsidenten des Ökumenischen Kirchentages, Bettina Limperg und Thomas Sternberg, sehen darin „praktische und gelebte Ökumene“.
  • Sternberg: „Wir wissen um unseren gemeinsamen christlichen Auftrag, die Welt mitzugestalten.“

Beim 3. Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt am Main soll trotz des Einspruchs des Vatikans das Prinzip der eucharistischen Gastfreundschaft gelten. Man werde bei dem Konzept bleiben, betonten die beiden Präsidenten des Ökumenischen Kirchentages, Bettina Limperg und Thomas Sternberg, in einem gemeinsamen Interview mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Wir freuen uns sehr darauf. Das ist ein großer Schritt in der praktischen, gelebten Ökumene und in der Sichtbarkeit unserer Gemeinsamkeiten“, sagte Limperg.

Limperg betonte, der Ökumenische Kirchentag sei eine Laienbewegung und nicht „die“ Kirche. Man werde die Gewissensentscheidung der einzelnen Christinnen und Christen in den Mittelpunkt stellen. Sternberg, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) ist, sagte, er werde sich bei seiner Gewissensentscheidung aber nicht auf das theologische Papier „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ berufen, das vom Vatikan kritisiert worden war.

Unterschiede für viele schwer verständlich

Zwar würden über das Papier das Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen „keine Petitessen“ diskutiert. Aber jeden Sonntag müssten Tausende konfessionsverschiedene Familien die Entscheidung treffen, welchen Gottesdienst sie besuchten. „Denen ist nur sehr schwer verständlich zu machen, wie die Feinheiten katholischen und evangelischen Amtsverständnisses aussehen“, sagte Sternberg. Er wolle zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Frage, ob er beim Kirchentag an einer evangelischen Abendmahlsfeier teilnehmen werde, nicht beantworten.

Sternberg sagte: „Es ist gut, wenn wir 2021 das Zeichen senden, wir diskutieren nicht nur über uns selbst, sondern wissen um unseren gemeinsamen christlichen Auftrag, die Welt mitzugestalten - angefangen beim Kampf gegen den Klimawandel, der Finanzordnung, Strukturen der Macht, beim Schutz der Demokratie und weltweiter Gerechtigkeit.“

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