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Weniger Priester, mehr Verwaltung: Zusammenlegung aller 126 Einrichtungen?

Offizialat Vechta prüft Kita-Trägerschaft durch Pfarreien mit Studie

  • Bislang sind die 126 Kitas im Oldenburger Land in Trägerschaft der Pfarreien, die Pfarrer meist Arbeitgeber.
  • Doch die Priester werden weniger, die administrativen Aufgaben komplizierter.
  • Das Offizialat Vechta prüft daher eine Zusammenlegung der Trägerschaften.
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Die 126 Kindertagesstätten im niedersächsischen Teil des Bistums Münster könnten künftig aus der Trägerschaft von Pfarreien herausgenommen werden. Derzeit werde eine „mögliche Zusammenführung der katholischen Kitas im Offizialatsbezirk Oldenburg“ geprüft, heißt es in einer Pressemitteilung des Bischöflich Müns­terschen Offizialats (BMO) in Vechta. In welcher Rechtsform das geschehen soll – etwa in einer Stiftung oder einer GmbH – soll eine Machbarkeitsstudie zeigen, wie BMO-Pressesprecher Philipp Ebert auf Anfrage von „Kirche-und-Leben.de“ erklärte. 

Bislang sind die Pfarreien Träger der Kitas, der Leitende Pfarrer meist Arbeitgeber. Ob das weiterhin so gehandhabt werden kann, soll eine Projektgruppe überprüfen. Hintergrund sind laut BMO wachsende und immer anspruchsvollere administrative Aufgaben, aber auch die sinkende Zahl aktiver Priester. „Pfarrer und Seelsorger werden sich künftig verstärkt auf die Seelsorge konzentrieren“, heißt es in der Pressemitteilung. 

Pfarrei-Nähe und Personal sollen bleiben

„Kitas sind uns sehr wichtig“, erklärte Weihbischof und Offizial Wilfried Theising. „Wir müssen Sorge dafür tragen, dass sie auch in Zukunft Lebensorte des Glaubens bleiben.“ Die Nähe und direkte Verbindung der Kitas zu den Kirchengemeinden soll demnach ebenso erhalten bleiben wie das Personal.

Im Bereich des Offizialtsbezirks werden den Angaben zufolge 11.815 Kinder durch 1.939 Mitarbeitende betreut. Die katholische Kirche trage zur Finanzierung jährlich mit 8,1 Millionen Euro bei.

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