ORDEN

Vatikan greift ein: Neusser Benediktinerinnen müssen Kloster verlassen

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Die Schwestern des Benediktinerinnenklosters Kreitz am Niederrhein müssen umziehen. Warum der Leiter nicht mit einem „zweiten Goldenstein“ rechnet.

Von KNA

Eine ungewisse Zukunft für das Benediktinerinnenkloster Kreitz in Neuss? Der vom Vatikan ernannte Apostolische Kommissar Peter Fabritz zeigt sich optimistisch. Gegenüber dem Portal domradio.de sagte Fabritz am Mittwoch, es habe bereits Gespräche mit einem anderen Kloster gegeben. Es sehe so aus, als seien die Schwestern bereit, dorthin umzuziehen, ergänzte der Leiter des Kölner Kirchengerichts.

Das Kloster im Neusser Stadtteil Holzheim wurde 1899 fertiggestellt. In den 1950er Jahren lebten dort 70 Schwestern, seit den 1970er Jahren ging ihre Zahl jedoch zurück. Der Gemeinschaft gehören aktuell noch fünf Ordensfrauen an, zwei von ihnen leben in einem Pflegeheim. Über die Zukunftsfähigkeit des Klosters wird seit Jahren diskutiert.

Wie das Erzbistum Köln vergangene Woche mitteilte, ernannte der Vatikan in diesem Zusammenhang Fabritz zum Leiter des Klosters. Damit übernahm er die Rechte und Pflichten der Priorin. Er soll die Lage im Kloster ordnen und Perspektiven entwickeln. Zu seinen Aufgaben zählen auch die Versorgung der Ordensfrauen sowie rechtliche, finanzielle und organisatorische Fragen der laufenden Verwaltung.

Fabritz sagte, er werde vermehrt auf das österreichische Kloster Goldenstein bei Salzburg angesprochen, das international Schlagzeilen gemacht hatte. Freunde würden ihn bereits damit aufziehen, mit seiner Ernennung einen zweiten Goldenstein-Fall verhindern zu müssen. Er sehe die Lage jedoch anders: "Hier bin ich wirklich optimistisch." Es sei unwahrscheinlich, dass eine andere Gemeinschaft in das Kloster einziehe. Man stehe aber noch am Anfang der Verhandlungen, auch mit Blick auf mögliche Träger.

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