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Anfang 2020 hatte der Bundestag gegen die Einführung gestimmt. Warum der Nachfolger von Jens Spahn jetzt an eine Mehrheit glaubt.
Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) macht sich für die Einführung einer Widerspruchslösung bei der Organspende stark. „Ich bin für die Widerspruchslösung bei der Organspende und werde dementsprechend im Bundestag dafür stimmen“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er sei optimistisch, dass es bei der nächsten Abstimmung eine Mehrheit dafür im Bundestag geben werde.
Noch kein Zeitplan
Anfang 2020 hatte der Bundestag gegen die Einführung der Widerspruchslösung gestimmt, bei der alle Menschen als Organspender geführt werden, sofern sie dem nicht aktiv widersprechen. Bislang erklären Organspender aktiv ihre Bereitschaft dazu.
Ende Juni gab es im Parlament eine erneute Grundsatzdebatte zu dem Thema. Einen genauen Zeitplan für eine mögliche erneute Abstimmung gibt es noch nicht, in den kommenden Monaten soll jedoch weiter darüber beraten werden.
„Ich habe selbst einen Organspendeausweis, auch wenn ich mich früher lange Zeit nicht mit dem Thema beschäftigt habe – weil ich keine Zeit oder andere Ausreden parat hatte“, sagte Frei. Heute stehe für ihn fest, es sei zumutbar, dass sich jeder Mensch einmal im Leben damit auseinandersetzt, ob er Organspender sein möchte oder nicht. „Meine Einschätzung ist, dass mehr Menschen zur Organspende bereit wären, als aktuell einen Ausweis bei sich tragen.“