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Am Sonntag feiern viele orthodoxe Christen Ostern, in der Ukraine sollen die Waffen schweigen. Das genügt nicht, sagt Patriarch Bartholomaios I.
Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, Patriarch Bartholomaios I., verurteilt zum orthodoxen Osterfest jede Instrumentalisierung des christlichen Glaubens für kriegerische Zwecke. Die Osterbotschaft von der Auferstehung Christi sei eine Absage an Gewalt und Angst und ein Aufruf zu einem Leben in Frieden, schreibt Bartholomaios. Am Sonntag feiern viele orthodoxe Christen Ostern.
"Krieg, Hass und Ungerechtigkeit widersprechen den grundlegenden christlichen Prinzipien", so der Patriarch. Er betont die gleiche Würde jedes Menschen.
Bis zu 300 Millionen orthodoxe Christen
Bartholomaios I. ist als Patriarch von Konstantinopel seit 1991 Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche und als Ökumenischer Patriarch zugleich Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie mit schätzungsweise 220 bis 300 Millionen Gläubigen.
Am Donnerstagabend hatten Russlands Präsident Wladimir Putin und sein ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj eine Feuerpause in der Ukraine während des orthodoxen Osterfestes von Samstagnachmittag bis Sonntagabend angekündigt. Die russische orthodoxe Kirche unter ihrem Patriarchen Kyrill unterstützt Putins Angriffskrieg auf die Ukraine von Anfang an.