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Kirchliches Arbeitsrecht müsse geändert werden

OutInChurch: 30 katholische Verbände solidarisieren sich mit Kampagne

  • Solidarität mit queeren Menschen in der Kirche: 30 katholische Verbände solidarisieren sich mit bundesweiter Kampagne „OutInChurch“.
  • Unterzeichnet wurde die Erklärung unter anderem von KDFB, KFD, BDKJ, ZdK, SKF, SKM.
  • Das kirchliche Arbeitsrecht müsse dringend geändert werden.
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Rund 30 katholische Verbände und Organisationen solidarisieren sich mit queeren Menschen in der katholischen Kirche. „Es darf nicht länger hingenommen werden, dass Menschen in kirchlichen Kontexten aus Angst gegenüber Kirchenvertreter*innen ein Schattendasein führen müssen, wenn sie nicht dem von der Kirche normierten Geschlechterbild entsprechen“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Anlass sind Äußerungen der Betroffenen zu ihrer Sexualität beziehungsweise ihrer Geschlechteridentität im Rahmen der bundesweiten Kampagne „OutInChurch“.

Unterzeichnet ist die Erklärung unter anderem vom Präsidium des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), vom Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB), der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD), dem Forum katholischer Theologinnen „Agenda“, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), dem Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) und Männer (SKM) sowie der Arbeitsgemeinschaft katholischer Hochschulgemeinden (AKH).

#OutInChurch: Kirchliches Arbeitsrecht ändern

Auf einer Internetseite und im Rahmen einer Fernsehdokumentation haben sich rund 125 queere Menschen in der katholischen Kirche geoutet. Sie sind nach eigenen Angaben haupt- und ehrenamtlich in kirchlichen Einrichtungen beschäftigt. Die Initiative „#OutInChurch – für eine Kirche ohne Angst“ fordert unter anderem, das kirchliche Arbeitsrecht so zu ändern, „dass ein Leben entsprechend der eigenen sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität“ nicht zur Kündigung führe.

Den Forderungen der Initiative schließen sich die Unterzeichnenden der Solidaritätserklärung an, wie es hieß. Es brauche eine „glaubwürdige und angstfreie“ Kirche. Diskriminierung und Ausgrenzung auch im kirchlichen Arbeitsrecht müsse „grundsätzlich unterbunden werden“. Diverse Menschen müssten in der Kirche sichtbar werden. „Wir stellen uns deshalb ausdrücklich gegen Homophobie und fordern eine Kultur der Diversität in der katholischen Kirche.“

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