Franziskus entschuldigt sich für erboste Reaktion am Silvesterabend

Papst an Neujahr: Mehr Einsatz für Frauenwürde und Frieden

Zum Jahreswechsel hat Papst Franziskus zu gesellschaftlicher Solidarität, mehr Einsatz für die Würde von Frauen sowie Friedensengagement aufgerufen. „Wenn wir eine bessere Welt wollen, die ein Haus des Friedens und nicht Schauplatz für Krieg ist, möge uns die Würde jeder Frau am Herzen liegen“, sagte das Kirchenoberhaupt am Neujahrstag bei einer Messe im Petersdom.

„Eine Errungenschaft für die Frau ist eine Errungenschaft für die ganze Menschheit“, so Franziskus in seiner Predigt zum katholischen Fest der Gottesmutter Maria. Frauen müssten an Entscheidungsprozessen voll beteiligt werden. Zudem kritisierte der Papst Gewalt an Frauen. Viele würden „ständig beleidigt, geschlagen, vergewaltigt und dazu gebracht, sich zu prostituieren oder das Leben in ihrem Schoß auszulöschen“.

„Gewalt an Frauen ist Schändung Gottes“

„Jede Gewalt an der Frau ist eine Schändung Gottes, der von einer Frau geboren wurde“, denn „im Schoß einer Frau haben sich Gott und die Menschheit verbunden, um sich nie mehr zu trennen“, so Franziskus. „Daran, wie wir den Leib der Frau behandeln, erkennen wir den Grad unserer Menschlichkeit.“

Anlässlich des Weltfriedenstages in der katholischen Kirche, der ebenfalls am 1. Januar begangen wird, würdigte der Papst beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz weltweite Friedensinitiativen. Dabei erwähnte er auch die an Friedenseinsätzen beteiligten Soldaten in Konfliktgebieten.

Sternsinger aus Aachen bei Papstmesse

Die feierliche Papstmesse an Neujahr im Petersdom haben auch Sternsingergruppen aus der Schweiz, Österreich, der Slowakei, Rumänien, Ungarn, Italien und aus Deutschland eine Gruppe aus Herzogenrath im Bistum Aachen mitgefeiert. Die Sternsinger aus der Kaiserstadt haben mit ihren königlichen Gewändern  Gabenprozession teilgenommen.

Papst Franziskus entschuldigt sich bei einer Frau

Papst Franziskus hat sich für eine erboste Reaktion vom Silvesterabend gegenüber einer Frau entschuldigt. „Oft verlieren wir die Geduld, auch ich“, sagte das Kirchenoberhaupt am Neujahrstag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. „Daher bitte ich um Entschuldigung für das schlechte Beispiel von gestern.“

Beim Besuch des Papstes am Silvesterabend an der Krippe auf dem Petersplatz hatte eine Frau die rechte Hand des sich bereits abwendenden Kirchenoberhaupts ergriffen und ihn abrupt zu sich herangezogen. Darauf fuhr Franziskus die Frau an und schlug ihr mit der Linken auf die Hand, mit der sie ihn festhielt. Ein Videoausschnitt des Vorfalls wurde in sozialen Medien vielfach geteilt.