Rücksichtsloses Vorgehen der Konfliktparteien im Irak

Papst appelliert: Verschont die Zivilisten in Mossul

Papst Franziskus hat an die Konfliktparteien im Irak appelliert, bei den Kämpfen um Mossul die Zivilisten zu verschonen. Er bete für die in ihren Häusern eingeschlossenen Bewohner, sagte er am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem römischen Petersplatz. Hilfe für die Menschen in der Stadt, deren Westteil noch von der Terrormiliz IS kontrolliert wird, sei eine „unbedingte und dringende Verpflichtung“.

Die IS-Miliz hindert den UN zufolge Bewohner gewaltsam an der Flucht, benutzt sie als menschliche Schutzschilde oder erschießt fliehende Menschen hinterrücks. Doch auch der von den USA geführten Anti-Terror-Koalition werden in ihrem Bemühen um die Befreiung Mossuls rücksichtslose Angriffe vorgeworfen: Bei Luftattacken wurden laut Amnesty International ganze Häuser, in denen sich Familien aufhielten, zerstört.

Schreckensherrschaft

Die irakische Armee startete Mitte Oktober 2016 mit Unterstützung kurdischer Einheiten und der US-geführten Koalition ihre Großoffensive in der Region Mossul. Die Terroristen hatten 2014 die Stadt erobert und dort eine Schreckensherrschaft errichtet.