Freude, Gebet und Dankbarkeit

Papst: Drei Dinge braucht der Christ zum Weihnachtsfest

Um Weihnachten wirklich angemessen feiern zu können, sind nach den Worten von Papst Franziskus drei Dinge für Christen wichtig: Freude, Gebet und Dankbarkeit. In seiner Ansprache beim Mittagsgebet am Sonntag ließ Franziskus die Menschen auf dem Petersplatz diese drei Begriffe mehrmals wiederholen. Zugleich wies er in diesem Zusammenhang auf die Lesungen am dritten Adventssonntag hin. Diese zeugten von dem Geist, mit dem es nun auf das Fest der Geburt Jesu zugehe.

In seinem ersten Brief an die Thessalonicher rufe Paulus die Christen auf: „Freut euch zu jeder Zeit!“ Eine beständige Freude, auch wenn es im Leben nicht immer nach Wunsch laufe, bezeichnete der Papst als erste Grundhaltung des Christen. Der wichtigste Anlass für diese „ansteckenden Freude“ sei Jesus. Er sei gekommen, den Menschen die Würde und die Freiheit der Kinder Gottes wiederzugeben.

Papst segnet Krippenfiguren

Begründet sei diese Freude in Gott. Zu ihm sollten Christen beten, um eine dauerhafte und tragfähige Beziehung aufzubauen. Als dritte Grundhaltung hob der Papst die Dankbarkeit über den Ertrag und die Früchte von Gottes Gnade hervor.

Auf dem Petersplatz segnete Franziskus anschließend die von Teilnehmern mitgebrachten Jesuskind-Figuren, die in diesen Tagen in den Weihnachtskrippen von Familien, Pfarreien oder Klöstern liegen. Das Segnen der sogenannten „Bambinelli“ ist eine Tradition in Italien.

Spontanes Geburtstagsständchen

Mehr Sprechchöre und Spruchbänder als sonst hat es beim Mittagsgebet mit Papst Franziskus gegeben. Das katholische Kirchenoberhaupt wurde am gleichen Tag 81 Jahre alt. Die Menschen auf dem Petersplatz brachten aus diesem Anlass ein Ständchen dar. Der Papst selbst hatte bereits im Vorfeld bekanntgegeben, seinen Geburtstag nicht weiter feiern zu wollen.