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Osterbotschaft und Segen „Urbi et orbi“

Papst erbittet zu Ostern Frieden – „Hoffnung für Corona-Opfer und Kinder“

  • Franziskus hat angesichts der Corona-Krise zu Frieden und internationalem Zusammenhalt aufgerufen.
  • Die Pandemie treffe vor allem die Ärmsten; hier sei Solidarität nötig, sagte er in seiner Osterbotschaft.
  • Es sei „skandalös“, dass Kriege trotz aller weiterer Probleme kein Ende nähmen.
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Franziskus hat angesichts der Corona-Krise zu Frieden und internationalem Zusammenhalt aufgerufen. „Die Pandemie ist immer noch in vollem Gange; die soziale und wirtschaftliche Krise ist sehr schwer, besonders für die Ärmsten“, sagte er in seiner Osterbotschaft am Sonntag im Petersdom. „Trotzdem – und das ist skandalös – nehmen die bewaffneten Konflikte kein Ende und werden die militärischen Arsenale verstärkt.“

Die Auferstehung Jesu könne „inmitten dieser komplexen Realität“ Hoffnung schenken, betonte der Papst gleichwohl. Das gelte auch für die Kranken.

Kleiner Rahmen

Wegen der Corona-Restriktionen verkündete er seine Botschaft nicht von der Mittelloggia des Petersdoms, sondern verlas sie – wie 2020 – in der vatikanischen Basilika. Nur rund 200 Zuhörer waren zugelassen. 170 Fernsehsender übertrugen die Ansprache weltweit.

Franziskus erbat Trost und Unterstützung für alle, die unter den Folgen der Pandemie leiden. Vor allem die Armen benötigten Hilfe. Die Weltgemeinschaft müsse Verzögerungen bei der Impfstoffversorgung überwinden und für eine solidarische Verteilung sorgen.

„Ich bin den Kindern nahe“

Hoffnung wünschte der Papst vor allem für die Kinder, die in vielen Ländern bereits lange ohne Schulunterricht und ihre Freunde auskommen müssten. Er sei ihnen nahe, betonte Franziskus. Beim Kreuzweggebet am Karfreitag auf dem Petersplatz hatten italienische Kinder Meditationstexte mit Situationen aus ihrem Alltag auch in der Pandemie vorgetragen.

Der Papst sprach zahlreiche Konfliktregionen direkt an: In Myanmar wüssten die friedlichen Anhänger der Demokratiebewegung, dass „Hass nur durch Liebe vertrieben werden kann“. Libanon und Jordanien lobte der Papst für die „großzügige Aufnahme“ vieler Flüchtlinge aus Syrien. Das „Getöse der Waffen“ in dem Bürgerkriegsland müsse endlich aufhören. Das gelte auch für den Jemen, wo die Ereignisse von einem „skandalösen Schweigen umhüllt“ seien.

Segensbitte für die Welt

Das Kirchenoberhaupt warb für eine Zwei-Staaten-Lösung und eine Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern, prangerte Gewalt und Terror in Afrika an, forderte friedliche Lösungen für Libyen, die Ostukraine, Berg-Karabach und die Sahel-Zone.

Nach seiner Osterbotschaft erteilte Franziskus am Kathedra-Altar des Petersdoms den Segen „Urbi et orbi“. Die Formel gilt nach ihrem lateinischen Titel der Stadt Rom und dem Erdkreis.

Osternacht am Samstag

Am Samstag hatte der Papst in der Osternachtsfeier zu einem Neubeginn nach „dunklen Monaten der Pandemie“ aufgerufen. „Es ist immer möglich, neu anzufangen“, sagte er. Der auferstandene Jesus lade dazu ein, niemals die Hoffnung zu verlieren. Mit Gottes Hilfe könne „aus dem Scherbenhaufen unserer Menschheitsgeschichte“ ein Kunstwerk geschaffen werden.

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