267 Bischöfe aus aller Welt, darunter auch Felix Genn aus Münster

Papst eröffnet Bischofssynode über die Jugend in Rom

Papst Franziskus eröffnet heute im Vatikan ein weltweites katholisches Bischofstreffen zum Thema Jugend. Dazu feiert er am Morgen einen Gottesdienst auf dem Petersplatz. Am Nachmittag beginnen die Beratungen in der vatikanischen Audienzhalle.

Zur Bischofssynode treffen sich bis 28. Oktober 267 Bischöfe aus aller Welt im Vatikan, darunter auch Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, der deutsche Jugendbischof Stefan Oster, der Osnabrücker Weihbischof Johannes Wübbe und Münsters Bischof Felix Genn, der die Kommission für geistliche Berufe der Bischofskonferenz leitet.

Eingeladen sind ebenso Leiter der Ostkirchen, Ordensleute und Kurienchefs. Daneben hat der Vatikan 23 externe Fachleute sowie 49 Gasthörer berufen; die Mehrheit von ihnen ist zwischen 18 und 29 Jahre alt; Frauen machen etwa die Hälfte aus.

Auch Missbrauch soll Thema sein

Die 15. ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode steht unter dem Motto: „Jugend, Glaube und Berufungsunterscheidung“. Nach Angaben der Organisatoren sollen dabei auch Missbrauch und Vertrauenverlust in der katholischen Kirche angesprochen werden. Von Missbrauch Betroffene hatten dem Vatikan und dem italienischen Staat am Dienstag in Rom schwere Versäumnisse bei der Aufarbeitung vorgeworfen. Betroffenenverbände kündigten für Mittwoch eine Kundgebung im Park der Engelsburg unweit des Petersplatzes an.

Bei der Bischofssynode soll es auch um Themen wie Migration und Arbeitslosigkeit und Drogengewalt gehen, weiter um digitale Medien, Frömmigkeit und geistliche Berufung.

Abschlussdokument am 24. Oktober

Die Beratungen in der Vollversammlung sowie in 14 Sprachgruppen - darunter Deutsch - stützen sich auf ein Arbeitsdokument („Instrumentum laboris“), das Ergebnisse aus Treffen mit Jugendlichen und Experten sowie Umfrageergebnisse und Eingaben von 2017 zusammenfasst. Am 24. Oktober soll ein Abschlussdokument vorgestellt werden, über das drei Tage später abgestimmt wird. Im Unterschied zu den Bischöfen sind dabei Gasthörer nicht stimmberechtigt.

Ziel der Synode ist laut dem Generalsekretär der Synode, Kardinal Lorenzo Baldisseri, „die Erneuerung der Kirche und der Gesellschaft ausgehend von Familie und Jugend“.