Einwöchige Reise nach Mosambik, Magadaskar und Mauritius

Papst Franziskus ist in den Südosten Afrikas aufgebrochen

Papst Franziskus ist zu einer einwöchigen Reise nach Mosambik, Madagaskar und Mauritius aufgebrochen. Kurz nach 8.00 Uhr hob der Airbus 330 der italienischen Fluggesellschaft Alitalia vom Flughafen Rom Fiumicino ab. Erwartet wird, dass der Papst bei seiner Reise für Versöhnung, Armutsbekämpfung, Umweltschutz und kulturelle Vielfalt wirbt.

Vor der Fahrt zum Flughafen hatte Franziskus im Vatikan eine Gruppe von zwölf Personen aus Mosambik, Madagaskar und Mauritius empfangen, die in Rom vom Flüchtlingsdienst der Jesuiten sowie der Gemeinschaft Sant'Egidio betreut werden.

Papst besucht Straßenkinder und Aids-Zentrum

In Mosambik hatten erst vor sechs Wochen die Regierung von Präsident Filipe Nyusi und die bewaffnete Opposition nach jahrelanger Gewalt ein Friedensabkommen geschlossen. Im Oktober sind in dem Land, das zu den ärmsten der Welt zählt, Präsidentschafts- und Parlamentswahlen geplant.
Heute Abend trifft Franziskus in der mosambikanischen Hauptstadt Maputo ein. Bis Freitagmittag stehen neben offiziellen Begegnungen mit Vertretern aus Politik und Kirche sowie einer großen Messe auch ein interreligiöses Jugendtreffen und der Besuch in einem Straßenkinder-Projekt und einem Aids-Zentrum auf dem Programm.

Eine Visite des Papstes in der zentralmosambikanischen Provinz um Beira, die im März vom Zyklon „Idai“ verwüstet wurde, ist nicht vorgesehen. Vatikansprecher Matteo Bruni begründete dies damit, man wolle die geschwächte Infrastruktur nicht durch ein Großereignis belasten.

Kleiner Weltjugendtag in Madagaskar

Auch in Madagaskar reist Franziskus lediglich in die Hauptstadt. Im Zentrum des zweitägigen Aufenthalts in Antananarivo stehen am Samstag ein abendliches Großtreffen nach Art der Weltjugendtage und am Sonntagmorgen eine Messe auf demselben Gelände. Daneben besucht der Papst ein Wohn- und Beschäftigungsprojekt für ehemalige Bewohner von Mülldeponien, das von einem argentinischen Geistlichen ins Leben gerufen wurde. In einer Videobotschaft rief Franziskus vergangenen Sonntag die Madagassen zum Schutz des natürlichen Reichtums der Insel auf.

Abschließend fliegt Franziskus am Montag in den 1.000 Kilometer östlich gelegenen Inselstaat Mauritius, der von ethnischer und kultureller Vielfalt geprägt ist. In der Hauptstadt Port Louis will er eine Messe zu Ehren des Missionars Jacques-Desire Laval (1803-1864) feiern sowie mit den Staatsspitzen und den Bischöfen von Ländern des Indischen Ozeans sprechen. Fast die Hälfte der Mauritier sind Hindus.

31. Auslandsreise von Papst Franziskus
Der Besuch in Mosambik, Madagaskar und Mauritus ist die 31. Auslandsreise von Papst Franziskus und die vierte auf den afrikanischen Kontinent. 2015 besuchte Franziskus Kenia, Uganda und die Zentralafrikanische Republik, 2017 reiste er nach Ägypten, vergangenen März nach Marokko. Die bislang einzigen Papstbesuche in Mosambik, Madagaskar und Mauritius fanden durch Johannes Paul II. (1978-2005) 1988 und 1989 statt. | KNA