Von Sonntag bis Dienstag

Papst Franziskus reist nach Bulgarien und Nordmazedonien

Franziskus wird von Sonntag bis Dienstag in Bulgarien und Nordmazedonien mit Vertretern verschiedener Konfessionen zusammenkommen und in der bulgarischen Hauptstadt Sofia um Frieden beten. Zudem wird Franziskus privat ein Flüchtlingslager in Sofia besuchen und in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje an der Gedenkstätte der Ordensgründerin Mutter Teresa beten. Es ist der dritte Besuch des Papstes in der Balkanregion.

Am Sonntag wird Franziskus von Bulgariens Staatspräsident Rumen Radew und Ministerpräsident Bojko Borissow in Sofia erwartet. Nach einer Rede vor Politikern und Diplomaten trifft der Papst mit dem Oberhaupt der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Neofit, und ihrem Leitungsgremium, dem Heiligen Synod, zusammen. Am Nachmittag feiert Franziskus eine Messe auf dem Prinz-Alexander-Platz im Stadtzentrum.

Erstkommunion mit dem Papst

Am 6. Mai besucht der Papst morgens ein Flüchtlingscamp, bevor er in der Kleinstadt Rakowski eine Erstkommunionfeier hält. Am Abend leitet Franziskus in Sofia ein ökumenisches Friedensgebet vor der frühchristlichen Georgskirche, dem ältesten Gotteshaus der Stadt.

Am 7. Mai reist Franziskus in Nordmazedoniens Hauptstadt Skopje. Nach dem offiziellen Empfang durch Noch-Staatspräsident Djordje Ivanov und einem Treffen mit Ministerpräsident Zoran Zaev spricht der Papst im Präsidentenpalast vor Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Diplomatie. Ob er auch Ivanovs Nachfolger trifft, der am Sonntag in einer Stichwahl bestimmt wird, ist unklar. Danach besucht Franziskus im Beisein anderer religiöser Führer die Gedenkstätte für Mutter Teresa und trifft mit armen Menschen zusammen.

Orthodoxe Region

Weiter sind eine Messe auf dem Makedonija-Platz im Stadtzentrum, eine ökumenische und interreligiöse Begegnung mit Jugendlichen sowie ein Treffen mit Priestern und Ordensleuten in der Kathedrale vorgesehen. Am Abend kehrt der Papst nach Rom zurück.

Den bislang einzigen Papstbesuch in Bulgarien unternahm Johannes Paul II. im Mai 2002. Die Bevölkerungsmehrheit dort ist orthodox. In Nordmazedonien leben nach Vatikanangaben 15.000 Katholiken, die entweder dem lateinischen oder dem byzantinischen Ritus angehören. Etwa zwei Drittel der zwei Millionen Einwohner sind orthodox.